SPD Regio Südwestfalen zur Ruhr-Sieg-Bahnstrecke

Führende Vertreter der SPD Regio Südwestfalen trafen sich jetzt zu einem Gespräch, auf dessen Tagesordnung insbesondere die Zukunft der Ruhr-Sieg-Strecke der Deutschen Bahn stand.Sie fordern die Wiederaufnahme in den „vordringlichen Bedarf“.

Die Entscheidung der schwarz-gelben Bundesregierung, den notwendigen Ausbau der für unsere Region wichtigen Bahnstrecke auf die lange Bank zu schieben, ist für die südwestfälischen Sozialdemokraten „völlig inakzeptabel“. Das unterstrichen Regio-Sprecher Willi Brase (MdB), der Fraktionsvorsitzende der SPD im Regionalrat Arnsberg, Wolfgang Ewald, sowie die Landtagsabgeordneten Gordan Dudas und Michael Scheffler. Weitere Teilnehmer des Treffens waren die SPD-Unterbezirksvorsitzenden und -geschäftsführer aller betroffenen südwestfälischen Landkreise und der Stadt Hagen.

„Die Ruhr-Sieg-Strecke ist – neben der Sauerlandlinie A 45 – eine ganz bedeutende Lebens- und Verkehrsader unserer gemeinsamen Region, durch die wir an die benachbarten großen Ballungsräume Ruhr und Rhein/Main angebunden sind. Diese Bahnstrecke ist ein unverzichtbarer Standortfaktor für die heimische Wirtschaft“, betonte Willi Brase (MdB), auch Vorsitzender der SPD im Kreis Siegen-Wittgenstein, und fügte hinzu: „Insbesondere das Güterverkehrsaufkommen wird in den kommenden Jahren weiter deutlich ansteigen, so dass die dringend erforderliche Streckenmodernisierung unverzüglich vorangetrieben werden muss.“

Die SPD Regio Südwestfalen fordert daher eine Wiederaufnahme des Ausbauvorhabens in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. „Wir nehmen nicht hin, dass Schwarz-Gelb die künftigen Entwicklungschancen Südwestfalens beeinträchtigt, um kostspielige und prestigeträchtige Infrastrukturvorhaben im Süden der Republik, die zudem äußerst fragwürdig sind, finanzieren zu können.“

Die Gesprächsteilnehmer plädierten für ein konzertiertes und koordiniertes Vorgehen aller anliegenden Landkreise und der Bezirksregierung Arnsberg. „Breite Bündnisse sind erfahrungsgemäß erfolgreicher als unabgesprochene Alleingänge“, kritisierte Willi Brase (MdB) den Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein. „Wir fordern Paul Breuer also auf, sich mit dem Regierungspräsidenten in Verbindung zu setzen, um eine gemeinsame Initiative aller Anlieger zu starten“, so der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks SI. Die Landtagsabgeordneten Gordan Dudas und Michael Scheffler (beide Märkischer Kreis) sicherten der Region dabei „die volle Unterstützung der SPD-Landtagsfraktion sowie der SPD-geführten Landesregierung“ zu.