Girls´ Day 2011

Anna Leidig zusammen mit dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Frank-Walter Steinmeier.
Anna Leidig, diesjährige Teilnehmerin am Girls´ Day des Deutschen Bundestages, mit Willi Brase MdB.

Welche Aufgaben hat ein Politiker? Hat ein Politiker auch mal Freizeit? Diese und andere Fragen konnte jetzt Anna Leidig, Teilnehmerin am diesjährigen Girls’ Day im Bundestag „ihrem“ SPD-Bundestagsabgeordneten Willi Brase persönlich stellen. Die sechzehnjährige Schülerin aus Hohenhain freute sich sichtlich über die Gelegenheit, ihren Abgeordneten bei der täglichen Arbeit zu begleiten und selbst an vielen Aktivitäten im Bundestag teilzunehmen.

Insgesamt 70 Schülerinnen aus der ganzen Bundesrepublik waren zu Gast bei der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin, die sich bereits zum siebten Mal am Girls’ Day beteiligt.

Anna hatte so die Gelegenheit, Willi Brase bei Terminen zu begleiten und einen kleinen Einblick in seinen Büroalltag zu erhalten. Eine Besichtigung des Reichstagsgebäudes und die Teilnahme an einer Plenardebatte standen ebenfalls auf dem Programm.

Bei einem gemeinsamen Frühstück konnten Anna und ihre Mitstreiterinnen dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, auf den Zahn fühlen. Im Rahmen eines Planspiels lernten die Schülerinnen, wie man einen Gesetzentwurf einbringt und wie ein Gesetz verabschiedet wird und in Kraft tritt.

Schließlich standen Anna und den anderen Mädchen bei einem Markt der Möglichkeiten gestandene Politikerinnen Rede und Antwort. Diese zeigten ihnen Wege auf, welche Qualifikationen notwendig sind, um in der Politik erfolgreich zu arbeiten.

„Der Girls‘ Day leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit von Mädchen und Frauen in der Ausbildung und im Erwerbsleben. Auch in der Politik brauchen wir mehr Frauen,“ erklärt Willi Brase, der als einziger Mann in der Arbeitsgruppe Gleichstellungspolitik der SPD-Bundestagsfraktion mitarbeitet. „Mädchen sollten sich mehr trauen. Warum sollte eine junge Frau nicht beispielsweise als Mechatronikerin arbeiten? So ein Beruf hat heutzutage nicht mehr viel mit Muskelkraft, sondern mehr mit dem Kopf zu tun,“ so der Abgeordnete.

„Vielleicht treffen wir in ein paar Jahren eines der Mädchen wieder – als wissenschaftliche Mitarbeiterin einer/eines Abgeordneten, in meiner Fraktion oder sogar selbst als Politikerin“, hofft Willi Brase, der in seinem Berliner Abgeordnetenbüro selbst drei Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Anlässlich des Girls’ Days hatte die SPD-Bundestagsfraktion wie andere Unternehmen und Organisationen in ganz Deutschland einen Tag lang ihre Türen für Mädchen zwischen 15 und 20 Jahren geöffnet, um ihnen Einblick in spannende Berufsbereiche zu ermöglichen. Hintergrund ist, dass viele Mädchen und junge Frauen sich immer noch für die so genannten „typischen Frauenberufe“ entscheiden. Damit nehmen sie nicht alle Chancen wahr, die ihnen das Berufsleben bietet. Hier setzt der Girls’ Day an. Er will Mädchen ermutigen, ihre Ausbildung und ihren Beruf aus einer breiteren Palette von Möglichkeiten auszuwählen.