Kreistagsfraktion besuchte „Schäfer Werke“

Die SPD-Kreistagsfraktion bei ihrem Besuch der Schäfer-Werke in Neunkirchen.

Gut ein Drittel der eingehenden Stahlblechcoils erreicht die Schäfer Werke in Salchendorf über die Schiene. Diesen Anteil weiter auf etwa 50 Prozent – d. h. über 250.000 Tonnen – auszubauen, ist das ehrgeizige Ziel des bekannten Unternehmens, das seinen Hauptsitz seit fast fünfzig Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Eisenerzgrube ‚Pfannenberger Einigkeit’ hat. „Die enge Kooperation der Schäfer Werke mit der Siegener Kreisbahn ist vorbildlich. Sie trägt maßgeblich zu einer Entlastung unseres regionalen Straßennetzes bei“, lobte der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Siegen-Wittgenstein, Michael Sittler, jetzt bei einer Betriebsbesichtigung. Sein Stellvertreter Roland Abel, der wie Sittler dem Aufsichtsrat der Kreisbahn angehört, ergänzte: „Die Transporte zu den Schäfer Werken machen etwa ein Viertel der gesamten Tonnage der Siegener Kreisbahn aus. Das ist also eine ganz beachtliche Größenordnung.“

Seniorchef Theo Schäfer, seine Tochter Beate Schäfer-Henrichs, Geschäftsführer Peter Bosbach und der Leiter Bau und Immobilien, Jürgen Schulz, führten die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion, die von Bürgermeister Bernhard Baumann begleitet wurden, über das ca. 250.000 Quadratmeter große Betriebsgelände. Hier befindet sich mit der EMW eins der modernsten und leistungsstärksten Service-Center für Feinblech in Europa. „Als ‚Feuerwehr der Branche’ bieten wir unseren Kunden – z.B. namhaften Automobilzulieferern – Stahl-Service-Leistungen von höchster Qualität, die auf individuelle Anwenderwünsche zugeschnitten sind“, betonte Beate Schäfer-Henrichs. Neben der EMW sind im Werk Pfannenberg der Geschäftsbereich Lochbleche mit einer sehr modernen Breitpressenfertigung und die Produktion der sogenannten KEGs angesiedelt.

Über 7 Millionen bei Schäfer hergestellte KEGs (spezielle Behälter für Bier, Wein und Softdrinks) sind schon heute weltweit auf dem Markt, Tendenz steigend. „Unser KEG- Bereich ist ein gutes Beispiel für unsere Innovationspolitik und den Erfolg unserer eigenen Entwicklungsabteilung“, betonte Geschäftsführer Peter Bosbach und fügte hinzu: „Gerade auch bei KEGs verfügen wir inzwischen über Jahrzehnte lange Erfahrungen und konnten die Technik (‚KEGnology’) immer weiter verbessern.“ Auf dem Pfannenberg werden seit 1978 kunststoffummantelte und seit kurzem auch neu entwickelte Einweg-KEGs produziert, an einem weiteren Standort in Tschechien seit 1995 reine Edelstahl-KEGs.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen wurden auch die Themen Ausbildung und Fachkräftemangel besprochen. Die Schäfer Werke haben auf dem Pfannenberg sowie an ihren Standorten in Betzdorf und in Tschechien aktuell 900 Beschäftigte, darunter etwa 50 Auszubildende in technisch-gewerblichen wie auch in kaufmännischen Berufen. „Die jungen Leute werden bei uns in aller Regel nach der Prüfung übernommen, wir bilden somit die Fachkräfte für den eigenen Bedarf zum großen Teil selbst aus“, erläuterte Beate Schäfer-Henrichs.

„Es ist faszinierend zu sehen, wie dieses traditionsreiche Zechengelände heute in einer neuen Blüte steht. Die Schäfer Werke hier auf dem Pfannenberg sind ein hervorragendes Beispiel für besonders gut gelungenen Strukturwandel in unserer Region“, zeigten sich SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Sittler und seine Fraktionskollegen beeindruckt. Geschäftsführer Peter Bosbach meinte abschließend: „Unser Unternehmen ist hier in Neunkirchen fest verankert. Dazu trägt sicherlich auch die gute und enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde und ihrem Bürgermeister bei.“