Besuch der Bosch-Brauerei in Bad Laasphe

Der erst vor etwa einem Jahr gegründete „Bosch Bier Club“ hat inzwischen bereits über 800 Mitglieder, die sich für einen Jahresbeitrag von etwas über 17 Euro eine Reihe exklusiver Vorteile sichern. „Diese überaus erfreuliche Resonanz ist ein klares Indiz dafür, dass die Biermarke ‚Bosch’ hier in der Region fest verankert ist“, freute sich Juniorchef Hans-Christian Bosch jetzt in einem Gespräch mit zahlreichen Mitgliedern der SPD-Kreistagsfraktion und weiteren SPD-Kommunalpolitikern aus dem Siegerland und Wittgenstein, die das traditionsreiche Bad Laaspher Familienunternehmen auf Anregung und Initiative der stellvertretenden Landrätin Waltraud Schäfer besuchten.

Die immer wieder prämierten Bierspezialitäten der Bosch-Brauerei seien „kein Massen-, sondern ein hier vor Ort hergestelltes Qualitätsprodukt“, betonte der studierte Diplom-Braumeister und fügte hinzu: „Genau darauf setzen wir und sind fest entschlossen, alles dafür zu tun, dass sich ‚Bosch’ auch in Zukunft als eigenständige, regionale Marke auf dem Biermarkt behaupten kann.“ Das Vertriebsgebiet habe in etwa einen Radius von rund 60 Kilometern rund um den Standort Bad Laasphe. Ungefähr die Hälfte des Biers werde in das unmittelbar angrenzende Hessen verkauft. 75 Prozent der Produktion entfallen auf Flaschenbier, das übrige Viertel geht als Fassbier im wesentlichen an Gastronomiebetriebe im Einzugsbereich der Brauerei.

Bei einem Rundgang durch den Betrieb erfuhren die SPD-Kreis- und Kommunalpolitiker viel über die unterschiedlichen Biersorten und ihre Herstellung. Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Michael Sittler, zeigte sich beeindruckt und meinte: „Bei Bosch wird noch das traditionelle Brauhandwerk gepflegt. Davon, dass die Bierproduktion industriellen Charakter hat, kann hier nicht die Rede sein, obwohl natürlich auch moderne Technik eingesetzt wird.“ Hans-Christian Bosch wies darauf hin, dass einige der technischen Anlagen zwar schon relativ betagt, aber nach wie vor voll leistungsfähig und funktionstüchtig seien. Dies gelte etwa auch für die Etikettiermaschine, die bereits seit dreißig Jahren zuverlässige Dienste leiste. „Von Maschinen und Anlagen, die sich wie ein VW-Käfer bewährt haben, trennt man sich nicht gerne“, betonte der ebenso traditionsbewusste wie zukunftsorientierte Geschäftsführer der Brauerei.

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Roland Abel, sprach die Personalsituation an: Bosch hat zurzeit 25 Mitarbeiter. Es wird auch ausgebildet, allerdings, da es sich um ganz spezielle Berufe handelt, nur für den eigenen Bedarf. Waltraud Schäfer lobte das soziale und kulturelle Engagement der Brauerei, „die hier bei uns in Bad Laasphe zahlreiche wichtige Aktivitäten unterstützt“. Die SPD-Kreistagsabgeordnete hob hervor, dass der Braumeister des Unternehmens auch Chef der städtischen Feuerwehr sei und für diese ehrenamtliche Aufgabe oft freigestellt werde. Dazu erklärte Hans-Christian Bosch: „Angesichts knapper öffentlicher Kassen gewinnt das Ehrenamt zunehmend an Bedeutung. Daher ist es für uns selbstverständlich, derartige Tätigkeiten unserer Mitarbeiter zu fördern.“

Detlef Rujanski, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion und des Ausschusses für Wirtschaftsförderung der Stadt Siegen, meinte abschließend: „Wir haben heute viele interessante Einblicke gewonnen und nehmen einmal mehr die wichtige Erkenntnis mit in die Räte und den Kreistag, dass es gerade auch die inhabergeführten, mittelständischen Familienunternehmen sind, die das wirtschaftliche Rückgrat unserer Region verkörpern.“