Schulsozialarbeit professionalisieren

In einem Antrag zu den nächsten Sitzungen des Schul- und Kreisausschusses sowie des Kreistages spricht sich die SPD-Kreistagsfraktion dafür aus, an den vier Berufskollegs des Kreises ab 2012 zunächst einen gemeinsamen Schulsozialarbeiter einzusetzen. Entweder soll eine solche Position im Stellenplan des Kreises ausgewiesen oder einem entsprechend qualifizierten Träger die Wahrnehmung dieser Aufgabe übertragen werden.

Im Rahmen des sogenannten Bildungs- und Teilhabepakets stehen dem Kreis aktuell staatliche Mittel für derartige Aktivitäten zur Verfügung, die er bisher unter bestimmten Voraussetzungen an die kreisangehörigen Städte und Gemeinden zur Förderung der Schulsozialarbeit an ihren allgemeinbildenden Schulen weiterreicht.

Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Michael Sittler, erklärte: „Bedarf für eine intensivere Schulsozialarbeit besteht aus Sicht der SPD aber auch an den kreiseigenen Berufskollegs, an denen weit mehr als 10.000 Schülerinnen und Schüler unterschiedlichste Bildungsgänge durchlaufen. An unseren Berufskollegs nehmen schon heute zahlreiche Beratungslehrer derartige Aufgaben wahr. Es wäre überaus sinnvoll, deren wichtige Arbeit durch zumindest eine professionelle Fachkraft, die zunächst schulübergreifend tätig sein müsste, zu ergänzen und zu unterstützen.“

Michael Sittler fügte hinzu: „Es ist zu prüfen, ob die dem Kreis derzeit zur Verfügung stehenden einschlägigen Fördermittel vorerst auch für die Personalkosten dieser zusätzlichen Fachkraft ausreichen, gegebenenfalls auch, ob es möglich ist, für diese Schulsozialarbeiterstelle an den Berufskollegs eine weitere staatliche Zuwendung zu erhalten.“ Notfalls müsse der Kreis aber auch in die eigene Tasche greifen, um die Einrichtung dieser wichtigen Stelle zu ermöglichen. „Das sollte uns die wünschenswerte Professionalisierung der Schulsozialarbeit an den Berufskollegs im Kreisgebiet wert sein“, unterstrich der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Sollte sich der Einsatz eines zunächst gemeinsamen Schulsozialarbeiters bewähren, sollte dessen Arbeit – so Sittler – natürlich möglichst auch über den gegenwärtigen Förderzeitraum hinaus fortgesetzt werden. Auch müsse dann über die Einstellung weiterer entsprechender Fachkräfte für die Berufskollegs nachgedacht und entschieden werden. „Spätestens wenn dieser Zeitpunkt erreicht ist, wird also auch über den Einsatz eigener finanzieller Mittel des Kreises zu reden sein“, betonte der SPD-Politiker abschließend.