Falk Heinrichs informierte sich im Aus- und Weiterbildungszentrum Bau

„Hier wird der Fachkräftemangel in den Bauberufen auf beeindruckende Weise bekämpft.“ Dieses überaus positive Fazit zog jetzt Falk Heinrichs, Landtagskandidat der SPD im Wahlkreis 127, nach einem informativen Rundgang durch das Aus- und Weiterbildungszentrum (AWZ) Bau in Kreuztal-Fellinghausen. Begleitet wurde Falk Heinrichs u.a. von Regionalratsmitglied Roland Abel, der den Werdegang dieser für unsere Region so wichtigen Einrichtung seit dem Ende der siebziger Jahre als Kreuztaler Kommunalpolitiker hautnah miterlebt und gefördert hat.

Gegründet wurde das AWZ als „klassische überbetriebliche Ausbildungswerkstatt, in der heute die Auszubildenden acht verschiedener Bauberufe einen Teil ihrer praktischen Berufsausbildung absolvieren. Die überbetriebliche Ausbildung ist bis heute unser Kerngeschäft“, betonte Geschäftsführer Horst Grübener. Allerdings macht sie mittlerweile nur noch etwa 70 Prozent der gesamten Aktivitäten unseres Hauses aus. „Unser Leistungsangebot umfasst inzwischen etwa auch Umschulungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Zudem arbeiten wir eng mit den allgemeinbildenden Schulen der Region zusammen, um interessierten Schulabgängern durch Tagespraktika erste Einblicke in das Berufsleben zu gewähren, aber sicherlich auch, um ihr Interesse an den durchaus reizvollen und zukunftsträchtigen Berufen rund um den Bau zu wecken“, erläuterte der AWZ-Geschäftsführer.

Falk Heinrichs erfuhr, dass zurzeit mehr als 300 junge Leute – in jeweils unterschiedlichen zeitlichen Phasen – in Fellinghausen ausgebildet werden. Täglich sind es über 100 Auszubildende, die die Einrichtung aufsuchen. Um ihre praktische Ausbildung und Betreuung kümmern sich 13 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so Horst Grübener. Der Geschäftsführer wies noch auf eine weitere „Spezialität“ seines Hauses hin: In Zusammenarbeit mit der Universität Siegen und dem Berufskolleg für Technik Siegen bietet das AWZ Bau seit einiger Zeit einen dualen Studiengang „Bauingenieurwesen“ an. Junge Menschen mit Hochschul- oder Fachhochschulreife, die zugleich über einen entsprechenden Ausbildungsvertrag verfügen, können innerhalb von vier Jahren einen ‚normalen’ Berufsabschluss in einem anerkannten Bauberuf oder auch als Bauzeichner sowie gleichzeitig einen Studienabschluss (Bachelor of Science) im Fach Bauingenieurwesen erwerben.

Dazu erklärte Falk Heinrichs: „Das mit dem Dualen Studium halte ich für eine ganz tolle Sache. Was mich an diesem zukunftsweisenden Modell besonders fasziniert, ist die optimale Verzahnung von Theorie und Praxis. Auf diese Weise wachsen Nachwuchsingenieure mit praktischer Erfahrung heran, die vielen Aufgabenstellungen besser gewachsen sein dürften als ihre Kollegen, die über eine ausschließlich akademische Ausbildung verfügen.“ An diesem Projekt werde einmal mehr deutlich, welch große Bedeutung die Universität Siegen auch und gerade als wichtiger und unverzichtbarer Partner unserer regionalen Wirtschaft habe, unterstrich der SPD-Politiker.

Roland Abel, der den Besuch im AWZ angeregt und vermittelt hatte, dankte Geschäftsführer Horst Grübener „für die interessanten Einblicke“. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und ehemalige Ratsherr der Stadt Kreuztal betonte, dass er stolz darauf sei, „dass es quasi vor meiner Haustür in Fellinghausen eine derart erfolgreiche Einrichtung der beruflichen Bildung gibt. Besonders beeindruckend finde ich vor allem auch die gute und beispielhafte Zusammenarbeit des AWZ Bau mit zahlreichen anderen Akteuren der beruflichen Bildung in unserer Region, über die uns der Geschäftsführer heute berichtet hat“.