Gespräch in der AWO-Behindertenwerkstatt Deuz

Wenige Tage vor der Landtagswahl am 13. Mai erhielten Tanja Wagener und Falk Heinrichs heute (09. Mai 2012) ‚kraft’-volle Unterstützung aus Düsseldorf. Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und dem heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Willi Brase besuchten beide SPD-Landtagskandidaten die AWO-Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Netphen-Deuz. Dort wurden die SPD-Politiker von Peter Eberlein, dem AWO-Kreisvorsitzenden, Geschäftsführer Hans-Georg Fey, Bereichsleiterin Dagmar Graf und Einrichtungsleiter Joachim Siebel herzlich empfangen.

Im Mittelpunkt eines Gesprächs stand das Thema ‚Inklusion’, also das gemeinsame Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung. Die Ministerpräsidentin verwies auf den von Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider eingebrachten Inklusionsplan für das Land Nordrhein-Westfalen. „Zwar erstreckt sich Inklusion auf alle Bereiche der Gesellschaft, aber aus Sicht der Landespolitik gilt es insbesondere, im Bildungsbereich die Voraussetzungen für eine inklusive Beschulung behinderter und nichtbehinderter Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Die Eltern von Kindern mit Behinderung müssen künftig entscheiden können, ob sie diese auf eine allgemeinbildende Schule oder doch lieber weiterhin auf eine Förderschule schicken wollen“, betonte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und fügte hinzu:

„Wir stehen hier in den kommenden Jahren vor einer Herkulesaufgabe, die mir größten Respekt abnötigt. Wir müssen um Akzeptanz für den Inklusionsprozess werben und uns gleichzeitig darum bemühen, die Finanzierung in den Griff zu bekommen, was nicht leicht sein wird. Aber es war richtig und notwendig, dass Deutschland die entsprechende UNO-Resolution ratifiziert und sich damit zur Inklusion verpflichtet hat.“ Tanja Wagener und Falk Heinrichs, die beiden Landtagskandidaten der SPD im Kreis Siegen-Wittgenstein, stimmten dem zu und erklärten: „Es wäre von Vorteil, wenn es den demokratischen Parteien im jetzt neu zu wählenden Landtag gelingen würde, hier einen gemeinsamen guten Weg zu finden.“

Kurz diskutiert wurden auch die möglichen Auswirkungen der Inklusion auf die Behindertenwerkstätten. „Im Idealfall sollten hier also künftig auch Menschen ohne Behinderung mit den Behinderten zusammenarbeiten“, blickte die Ministerpräsidentin in die weitere Zukunft. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich jedoch einig, dass dies aus heutiger Sicht „noch eine Vision“ ist. Falk Heinrichs und Tanja Wagener wiesen darauf hin, dass die bekannten Einrichtungen des AWO-Kreisverbands Siegen-Wittgenstein für geistig behinderte, schwerstmehrfachbehinderte und auch psychisch kranke Menschen „für unsere Region von großer Bedeutung sind. Im Mittelpunkt ihrer wichtigen Tätigkeit steht die individuelle Förderung der Betroffenen, um auch ihnen eine Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen“.

Am Ende ihres Besuches in Deuz wünschte Hannelore Kraft Tanja Wagener und Falk Heinrichs für den 13. Mai „ganz viel Erfolg. Ich weiß, dass Ihr beide darauf angewiesen seid, Eure Wahlkreise direkt zu holen. Daher appelliere ich an die Wählerinnen und Wähler hier im Siegerland und in Wittgenstein, Ihre Erst- und Zweitstimmen der SPD zu geben. Ich freue mich auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Euch in der neuen Legislaturperiode des Landtags“.