Brase: „Pläne der WAZ-Mediengruppe nicht nachvollziehbar“

Willi Brase MdB
Willi Brase, MdB

Der SPD-Unterbezirksvorstand Siegen-Wittgenstein hat mit Unverständnis und Betroffenheit auf das Vorhaben der WAZ-Mediengruppe reagiert, die Siegener Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau zu schließen und sie durch eine neue Lokalredaktion der Westfalenpost zu ersetzen.

Der SPD-Kreisvorsitzende Willi Brase (MdB) erklärte dazu: „Dieser Plan ist aus unserer Sicht nicht nachvollziebar. Erst vor etwa drei Jahren wurde die Siegener Lokalausgabe der West-falenpost eingestellt, weil die Auflage der Westfälischen Rundschau im Altkreis Siegen deut-lich höher war als die der WP. Die WR-Redaktion Siegen ist mit ihrer kritischen und zuver-lässigen Berichterstattung fester Bestandteil einer insgesamt ausgewogenen Medien- und Zeitungslandschaft in unserer Region. Dabei sollte es auch in Zukunft bleiben.“

Die beiden am 13. Mai neu gewählten Landtagsabgeordneten der SPD, Tanja Wagener und Falk Heinrichs, fügten hinzu: „Nicht wenige Bürgerinnen und Bürger, die wir in den letzten Wochen des Wahlkampfs auf den Straßen und Plätzen der Region getroffen haben, äußerten sich verärgert über das Vorhaben des Essener Zeitungsverlags. Sollte die WR-Redaktion in Siegen tatsächlich durch eine neue WP-Redaktion ersetzt werden, dürften viele WR-Leser im Siegerland ihr Abo aufkündigen. Auch stellt sich für uns die Frage, was dann aus dem heutigen Redaktionsteam der Siegener Rundschau, das hier verwurzelt ist, würde.“

Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Willi Brase hat inzwischen einen Brief an die Geschäftslei-tung der WAZ-Mediengruppe in Essen geschrieben und sich darin für den Verbleib der bis-herigen Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau in Siegen ausgesprochen. „Im Namen zahlreicher Siegerländerinnen und Siegerländer fordere ich Sie auf, von der geplanten Schließung Abstand zu nehmen“, heißt es in dem Schreiben an den Verlags-Geschäftsführer Manfred Braun abschließend.