Willi Brase MdB überbringt Auszeichnung

„Mit einer Auszeichnung im Gepäck kommt man doppelt gern“, freute Willi Brase MdB sich bei seinem Besuch an der Philosophischen Fakultät der Universität Siegen. Empfangen wurde er von Frau Prof. Dr. Berbeli Wanning und Frau Dr. Elisabeth Hollerweger, beide vom Team der Forschungsstelle für Kulturökologie und Literaturdidaktik, die im Mai diesen Jahres die Forschungsstelle Kulturökologie und Literaturdidaktik gegründet haben. Im August wurde die Forschungsstelle als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet worden. Die entsprechende Urkunde mit dazugehöriger Fahne der UNESCO-Kommission überbrachte der heimische Abgeordnete den Projektinitiatorinnen. Frau Dr. Hollerweger erläuterte gern die Arbeit der Forschungsstelle, die sich um die Aus- und Weiterbildung von Lehrern bemüht. Ein Ziel dabei ist es, Modelle und Materialien für den Umgang mit literarischen Texten zu erstellen, mit denen Bildung für nachhaltige Entwicklung im zentralen Fach Deutsch verankert werden kann.
Schülerinnen und Schüler sollen durch die Bildung für nachhaltige Entwicklung erfahren – mein Handeln hat Konsequenzen. Nicht nur für mich und mein Umfeld, sondern auch für andere. Ich kann etwas tun, um die Welt ein Stück zu verbessern. Ein solches Denken ist dringend notwendig, um Veränderungen anzustoßen und drängende globale Probleme wie den Raubbau an der Natur oder die ungleiche Verteilung von Reichtum anzugehen. Regierungen, Organisationen und Unternehmen müssen Nachhaltigkeit lernen und umsetzen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Dimension der Nachhaltigkeit deutlich zu machen, sei es durch Romane für verschieden Zielgruppen, Kindertheater oder Popsongs.
Die wichtigsten Aktivitäten des Forschungsteams sind Seminare und fächerübergreifende Projekte an der Universität, die offen sind für alle Lehramtsstudenten. Aber auch die Teilnahme an Kongressen, die Lehrerfortbildung und Kooperation mit außeruniversitären Einrichtungen gehören zum Aufgabenfeld. Darüber hinaus soll durch den Aufbau einer Datenbank und der Vernetzung von Institutionen und Interessenten eine strukturelle Verankerung im Bereich der kulturellen Fächer gestärkt werden.