Falk Heinrichs besuchte das CJD in Birkelbach

Einen Überblick über die Aktivitäten des CJD Siegen-Wittgenstein verschaffte sich der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Falk Heinrichs jetzt bei einem Besuch des Jugenddorfs in Birkelbach. Seine Gesprächspartner waren Jugenddorfleiter Reinhardt Seber, Achim Voß (Erziehungsleitung) und Wolfgang Langenohl, beim CJD für das Sozialmarketing verantwortlich.

Während im Jugenddorf Eichhagen im Nachbarkreis Olpe die Berufsausbildung junger Menschen mit besonderem Förderbedarf im Vordergrund steht, leistet das CJD Siegen-Wittgenstein in Birkelbach und an weiteren Standorten in Wittgenstein primär sozialräumliche Jugendarbeit. Es gibt insbesondere diverse Wohngruppen, in denen Kinder und Jugendliche nach dem Kinder-Jugendhilfegesetz (KJHG) betreut und gefördert werden. Wie auch anderen vergleichbaren Trägern bereitet dem CJD Siegen-Wittgenstein die regelmäßig schwankende Auslastung Probleme, wie Jugenddorfleiter Reinhardt Seber berichtete. „Unsere Planungssicherheit lässt oft zu wünschen übrig“, ergänzte Achim Voß. An den Standorten Birkelbach (mit Außenwohngruppen) und Bad Berleburg sind insgesamt 78 hauptberufliche Mitarbeiter beschäftigt, wovon 50 auf das pädagogische Personal entfallen. Der größte Teil der betreuungsbedürftigen jungen Menschen wird dem Jugenddorf durch das Jugendamt des Kreises Siegen-Wittgenstein zugeteilt.

Falk Heinrichs (MdL) erklärte: „Entscheidend ist die gute Qualität Ihrer Arbeit als sozialräumlicher Träger. Sie erfüllen hier in Birkelbach und an den übrigen Standorten eine für unsere Gesellschaft sehr wichtige Aufgabe, was ich sehr zu schätzen weiß. Wer in eine optimale Betreuung und Förderung gefährdeter junger Menschen investiert, erspart sich spätere ‚Reparaturkosten’. Dieser präventive Ansatz, der sich für die Allgemeinheit auf mittlere und längere Sicht also auch finanziell auszahlt, ist meines Erachtens der richtige und Erfolg versprechende Weg.“

Zur Sprache kam auch die Zusammenarbeit zwischen Trägern und Behörden. „Wichtig ist, dass dieser Austausch, der stattfindet, von guter Qualität ist“, betonte Reinhardt Seber. Hilfreich sei insoweit sicherlich, dass sich die personelle Situation des wichtigen Landesjugendamtes verbessert habe. Seber lobte den „basisorientierten Reformprozess“, den die rot-grüne Landesregierung aktuell zur Überarbeitung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) organisiert. Einen solchen Prozess wünsche er sich auch für den ebenso wichtigen Bereich der Jugendhilfe. Falk Heinrichs stimmte dem zu und meinte: „Die Einbeziehung der jeweiligen Akteure in derartige politische Entscheidungsprozesse stellt den Praxisbezug sicher und führt zu besseren Ergebnissen. Daher wird die SPD-geführte Landesregierung auch weiterhin alles daran setzen, Betroffene jeweils zu Beteiligten zu machen.“

Einig waren sich die Gesprächspartner zudem, dass es falsch wäre, Dienstleistungen im wichtigen Bereich der Jugendhilfe auf dem freien Markt auszuschreiben. „Gerade hier sollte es weiterhin in aller erster Linie auf eine möglichst hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Träger ankommen“, unterstrich der SPD-Landtagsabgeordnete.