Tanja Wagener besuchte Caritasverband Siegen-Wittgenstein

Kreis Siegen-Wittgenstein. Tanja Wagener (SPD-MdL) besuchte jetzt den Caritasverband Siegen-Wittgenstein, um sich über dessen vielfältige Aktivitäten zu informieren. „Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist die ambulante und teilstationäre Pflege. Dabei steht die Versorgung von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, und die damit verbundene Enlastung ihrer pflegenden Angehörigen im Vordergrund“, erläuterte Geschäftsführer Thomas Griffig und wies auf die bekannten Einrichtungen in Weidenau (Villa Fuchs), Wilnsdorf (Tagespflege Eremitage) und Burbach (Haus St. Raphael) hin. Auch ist der heimische Caritasverband Träger des Demenz-Servicezentrums für die Region Südwestfalen. Dessen Aufgabe besteht insbesondere darin, Kommunen, Pflegeanbieter und andere Einrichtungen, die einschlägige Angebote für die Betreuung demenzkranker Menschen aufbauen wollen, zu beraten.

Dazu erklärte Tanja Wagener (MdL): „Von Demenz sind immer mehr Menschen und Familien betroffen, so dass die Schaffung helfender Angebote und Strukturen sehr wichtig ist. Auch muss dieses Thema stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Der Caritasverband Siegen-Wittgenstein leistet hier eine vorbildliche Arbeit.“

Dies gelte insbesondere auch für die Psychosoziale Krebsberatungsstelle, hob Wagener weiter hervor. Diese kooperiert u.a. mit dem St. Marien-Krankenhaus. „Aus Betroffenheit im eigenen Familienkreis weiß ich, wie schwer der Umgang sowohl des Betroffenen als auch der Angehörigen mit der Diagnose Krebs ist. Sie verändert mit einem Schlag das Leben der betroffenen Menschen. Es ist daher wichtig, dass ihnen niedrigschwellige psychosoziale und auch psychoonkologische Beratungsangebote zur Verfügung stehen, die ihnen dabei helfen, mit der Diagnose leben zu lernen“, betonte Tanja Wagener (MdL). Die Finanzierung der Beratungsstelle erfolgt zurzeit über Zuwendungen der Deutschen Krebshilfe, bei der sich der Caritasverband Siegen-Wittgenstein erfolgreich um das Projekt beworben hatte. „Eine Grundförderung der 25 Krebsberatungsstellen in NRW auch aus dem Landeshaushalt wäre auf längere Sicht wünschenswert“, meinten Geschäftsführer Thomas Griffig und seine Assistentin Barbara Köberlein.

Weitere Gesprächsthemen waren die stark frequentierte Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle der Caritas sowie der Fachdienst für Migration und Integration. Beide Angebote werden vom Land NRW finanziell gefördert. Laut Thomas Griffig reichen die Mittel jedoch nicht aus, um der hohen Nachfrage in vollem Umfange gerecht werden zu können. Tanja Wagener (MdL) äußerte zwar Verständnis für den Wunsch nach höheren Zuschüssen, betonte aber zugleich, „dass die ab 2020 greifende ‚Schuldenbremse’ eine solide Haushaltsführung des Landes erfordert. Das ist das Spannungsfeld, in dem wir uns bewegen“.

Das Thema U3-Ausbau wurde am Beispiel des katholischen Kindergartens St. Elisabeth in Netphen-Brauersdorf angesprochen. Dort wurde der Ausbau auch für unter dreijährige Kinder (U3) bereits früh gestartet und ist inzwischen abgeschlossen. „Das ist erfreulich. Insgesamt gibt es aber noch erheblichen Nachholbedarf bei den U3-Plätzen. Die rot-grüne Landesregierung bemüht sich darum, den kommunalen Jugendämtern die erforderlichen staatlichen Mittel möglichst zeitnah zur Verfügung zu stellen“, hob die SPD-Landtagsabgeordnete abschließend hervor.