Kultureller Marktplatz Dahlbruch

Falk Heinrichs (SPD-MdL) besuchte jetzt die Stadt Hilchenbach. Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab, die Dezernenten Udo Hoffmann und Michael Kleber sowie der Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Hans-Jürgen Klein, sprachen mit der Finanzierung des Regionaleprojekts ‚Kultureller Marktplatz‘ das Thema an, das den Hilchenbachern zurzeit besonders unter den Nägeln brennt.

Der SPD-Abgeordnete äußerte die Erwartung, dass bei einem Gespräch, das in Kürze unter Beteiligung aller maßgeblichen Akteure geführt werden soll, „Planungssicherheit für die Stadt geschaffen wird“. Es sei davon auszugehen, dass die finanzielle Förderung durch das Land NRW nicht so hoch ausfallen werde, dass das Projekt in vollem Umfange verwirklicht werden kann. „Nach Gesprächen mit führenden Vertretern des Ministeriums und der Südwestfalenagentur bin ich jedoch zuversichtlich, dass trotz notwendiger Abstriche etwas Gutes für Dahlbruch erreicht wird, das zu einer nachhaltigen Attraktivierung dieses Stadtteils beiträgt“, unterstrich Heinrichs.

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass eine finanzielle Beteiligung auch privater Förderer sehr wichtig ist. Bürgermeister Hasenstab erklärte: „Um erfolgreiche Gespräche mit möglichen Unterstützern führen zu können, sollte die genaue Höhe der staatlichen Förderung schnellstmöglich geklärt werden.“ Die Vertreter der Stadt hoben hervor, dass der ‚Kulturelle Marktplatz‘ auch auf das Ziel gerichtet sei, drohende Leerstände zu vermeiden. Optimal wäre daher eine Einbeziehung auch des Gebäudes der bisherigen Hauptschule, die im Sommer aufgelöst wird.

An einem Ortstermin in Dahlbruch nahmen auch SPD-Kreistagsabgeordneter Klaus Stötzel und Jochen Manderbach, der Inhaber des Viktoria-Kinos, teil.

Weitere Themen des Gesprächs im Rathaus waren die staatliche Förderpraxis im Allgemeinen und die aktuelle Schullandschaft Hilchenbachs. Hans-Peter Hasenstab sprach sich dafür aus, die Pauschalierung staatlicher Fördermittel möglichst auszudehnen. „Dies ist stets unbürokratischer als eine projektbezogene Förderung. Ich sehe hier die Chance, auch Verwaltungskosten einzusparen“, so der Bürgermeister.

Wichtiger Eckpfeiler der Hilchenbacher Schullandschaft ist die vor einigen Jahren neu gegründete Realschule. „Trotz des Auslaufens der Hauptschule, die aufgrund zu niedriger Schülerzahlen nicht weitergeführt werden kann, gibt es bei uns in Hilchenbach nicht das Schülerpotenzial für eine Sekundarschule, da diese zumindest dreizügig sein müsste. Außerdem sind wir mit der Realschule gut aufgestellt, wie gerade die sehr hohe Anmeldezahl für das kommende Schuljahr belegt“, erläuterte Schuldezernent Udo Hoffmann. Falk Heinrichs und seine Gesprächspartner waren sich einig, dass in der Schulentwicklungsplanung über die Grenzen der Städte und Gemeinden hinweg künftig noch enger als bisher zusammengearbeitet werden muss.