Falk Heinrichs (MdL) besuchte das Elsofftal – Zentrale Themen

Auf Einladung des Ortsvorstehers von Wunderthausen, Martin Schneider, besuchte Falk Heinrichs (SPD-MdL) jetzt das Elsofftal.

Bei einer gemeinsamen Fahrt über die zwischen den Ortschaften Diedenshausen und Elsoff sehr schmale Landesstraße 877 verschaffte sich der SPD-Landtagsabgeordnete einen eigenen Eindruck von der dort schwierigen Verkehrssituation. Die L 877 wird von zahlreichen schweren Lkw’s, die insbesondere Holz transportieren, sowie regelmäßig auch von Schulbussen passiert. „Besonders in den Kurven kommt es aufgrund der Enge bei Gegenverkehr immer wieder zu sehr gefährlichen Situationen“, betonte Ortsvorsteher Martin Schneider.

Falk Heinrichs (MdL) äußerte Verständnis für die Forderung nach einem Ausbau dieser stark frequentierten Strecke in nicht allzu ferner Zukunft. „Die vom Landesbetrieb bereits für dieses Jahr zugesagte Sanierung der Brücken entlang der L 877 sowie die mittelfristig in Aussicht gestellte Fahrbahnsanierung reichen auf Dauer nicht aus. Darüber hinaus sollte auch das Ziel einer Verbreiterung insbesondere der kritischen Kurvenabschnitte längerfristig ins Auge gefasst werden“, meinte Heinrichs.

Der SPD-Landtagsabgeordnete sicherte Martin Schneider zu, sich beim Landesbetrieb Straßen NRW für einen Ausbau der L 877 einzusetzen. Zugleich verwies Heinrichs auf die schwierige Haushaltslage des Landes, das ab 2020 keine neuen Schulden mehr machen dürfe. Nur um den heutigen Status-Quo der Verkehrsinfrastruktur Nordrhein-Westfalens zu erhalten, müssten die verschiedenen Baulastträger (Bund, Land und Kommunen) jährlich über 7 Milliarden Euro aufwenden. Für Falk Heinrichs (MdL) steht fest: „Um an dieser Herkules-Aufgabe nicht zu scheitern, benötigt die öffentliche Hand dringend auch Einnahmeverbesserungen, die gezielt in wichtige Infrastrukturprojekte fließen. Die SPD plädiert daher – getreu dem Verursacherprinzip – für die Einführung einer flächendeckenden Lkw-Maut auf allen Straßen.“ Anders als maßgebliche Teile der Unionsparteien lehne die SPD eine Pkw-Maut dagegen weiterhin ab.

In Wunderthausen nahmen Falk Heinrichs (MdL) und Ortsvorsteher Martin Schneider die heutigen 5 Windkraftanlagen oberhalb der Ortschaft, die auf dem Gelände der Gemeinde Bromskirchen stehen, in Augenschein. Schneider berichtete dem Landtagsabgeordneten, dass die hessische Nachbarkommune und der Investor diese fünf Windräder durch 12 noch sehr viel höhere Anlagen ersetzen wollen. Weitere 10 dieser neuen Anlagen sollen so auf dem Höhenrücken positioniert werden, dass sie von Wunderhausen aus nicht einzusehen sind.

Dazu erklärte Falk Heinrichs: „Die Sorge Martin Schneiders und des größten Teils der Wunderthäuser Bevölkerung angesichts dieser geplanten massiven Ausdehnung des Windparks kann ich sehr gut verstehen. Einerseits ist der Ausbau der Windenergie und auch der übrigen regenerativen Energien sicherlich eine notwendige Folge des inzwischen parteiübergreifend beschlossenen Ausstiegs aus der Atomenergie. Andererseits sollten einzelne Ortschaften – in diesem Falle Wunderthausen – jedoch nicht überstrapaziert werden.“ Nicht zuletzt mit Blick auf den Tourismus in Wittgenstein, den es künftig auszubauen gelte, müssten bei der weiteren Planung des hessischen Windparks auch landschaftsästhetische Aspekte eine angemessene Berücksichtigung finden. Heinrichs appellierte an alle Beteiligten dies- und jenseits der Landesgrenze, sich auf einen möglichst tragfähigen Kompromiss zu verständigen. Der SPD-Politiker will selbst Kontakte nach Hessen knüpfen, um Näheres über den konkreten Stand der Planungen und möglicherweise auch dort bestehende Bedenken in Erfahrung zu bringen.