„Wie viel ist die Pflege einer alternden Gesellschaft wert?“

Zu einer Diskussionsveranstaltung über die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum hat Willi Brase seinen Bundestagskollegen Dr. Edgar Franke, Mitglied der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion eingeladen. „Strukturveränderungen im ländlichen Raum sind dringend im Interesse der Patienten notwendig“, sagte Willi Brase zu Beginn der Veranstaltung. Dann stellte Edgar Franke in einem kurzem Abriss die Ideen der SPD dar und bekräftigte, dass eine gute und bezahlbare Gesundheitspolitik als eine Kernaufgaben der SPD zu betrachten ist. Die paritätische Finanzierung der Krankenkasse muss laut Franke dringend wiederhergestellt werden, Kosten dürfen nicht einseitig auf Arbeitnehmerseite erhöht werden. Außerdem muss wieder das Sachleistungsprinzip gelten, die Krankenkasse zahlt und nicht der Patient. Die ungleiche Risikoverteilung zwischen gesetzlicher und privater Krankenkasse muss aufgehoben werden, private Kassen dürfen sich nicht nur die Rosinen herauspicken, aber chronisch Kranken den Versicherungsschutz verweigern. Eine weitere große Aufgabe ist die Pflege, bis zum Jahr 2030 werden in der Pflege 160.000 zusätzliche qualifizierte Kräfte gebraucht, dazu muss der Pflegeberuf aufgewertet und besser bezahlt werden.
Gerade für die ländlichen Räume ist es wichtig den Beruf Hausarzt wieder attraktiver zu machen als erste Anlaufstelle der Patienten. Die Honorierung, auch unter dem Aspekt der Bereitschaftsdienste muss angehoben werden. Die Bedarfsplanung für die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit allen medizinischen Fachgebieten muss reformiert und einer kleinräumigeren Betrachtung unterliegen.