Falk Heinrichs (MdL) besuchte das Bildungszentrum Wittgenstein

Über 1,4 Millionen Euro – darunter öffentliche Fördermittel in Höhe von rund 800.000 Euro – wurden in den Jahren 2011 und 2012 in die Modernisierung des Bildungszentrums Wittgenstein (BZW) investiert. Das in die Jahre gekommene Gebäude an der Limburgstraße wurde grundlegend – insbesondere auch energetisch – saniert und erweitert, außerdem wurden neue Maschinen angeschafft sowie zeitgemäße Computerarbeitsplätze für die Ausbildung der jungen Menschen eingerichtet. Bei einem Rundgang mit Geschäftsführer Wilfried Mömken und Meister Helmut Zacharias durch die Hallen, sonstigen Ausbildungs- und die Sanitärräume zeigte sich Falk Heinrichs (SPD-MdL) von den erzielten Ergebnissen sehr beeindruckt: „Hier können sich die jungen Leute, die dem BZW anvertraut sind, jetzt richtig wohl fühlen. Geld, das in ihre Ausbildung investiert wird, ist immer bestens angelegt.“

Das traditionelle ‚Kerngeschäft’ des BZW ist die überbetriebliche Ausbildung in den Metall- und Elektroberufen. „Die Auszubildenden unserer Mitgliedsbetriebe absolvieren hier in der Regel ihr erstes Ausbildungsjahr. In einer späteren Phase der Ausbildung kehren sie dann zur Prüfungsvorbereitung in unser Haus zurück“, erläuterte Geschäftsführer Wilfried Mömken dem SPD-Landtagsabgeordneten. Winfried Schwarz, ebenfalls BZW- und zugleich Ejot-Geschäftsführer, fügte hinzu: „Die Wittgensteiner Metall- und Elektrounternehmen stehen zu ihrem Bildungszentrum. Diese seit vielen Jahren bewährte überbetriebliche Ausbildungswerkstatt erspart es den Firmen, eigene Ausbildungswerkstätten vorzuhalten.“

Im BZW stehen aktuell rund 100 Ausbildungsplätze zur Verfügung, von denen etwa 70 mit normalen Azubis besetzt sind. Außerdem beteiligt sich das BZW seit August 2007 an dem beim Berufsbildungszentrum (bbz) Siegen angesiedelten Projekt ‚Haus der Berufsvorbereitung’. Über 30 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 werden parallel zur Schulausbildung in Theorie und Praxis auf ihren Einstieg in das Berufsleben vorbereitet. „In Wittgenstein liegt die Vermittlungsquote in eine betriebliche Ausbildung über 90 Prozent“, berichtete Wilfried Mömken. Das Projekt ‚Haus der Berufsvorbereitung’ werde von der Wittgensteiner Industrie sehr positiv aufgenommen, bestätigte auch Ejot-Geschäftsführer Winfried Schwarz.

Falk Heinrichs zeigte sich über das ausgeprägte Engagement der Wittgensteiner Industrie für das BZW sehr erfreut. Der SPD-Abgeordnete lobte, dass zu einer besseren Auslastung auch Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen der Mitgliedsunternehmen beitragen, die regelmäßig in den neu gestalteten Räumlichkeiten des BZW stattfinden. Sorge bereitet den beiden Geschäftsführern auf längere Sicht jedoch der demographische Wandel. „Noch ist die Auslastung des BZW zufriedenstellend, aber es dürfte für die Firmen künftig immer schwieriger werden, ihre Ausbildungsplätze adäquat zu besetzen“, so Wilfried Mömken.

Falk Heinrichs (MdL) sprach zudem „die wichtige Stellung und Bedeutung des Bad Berleburger Berufskollegs für die Ausbildung in der Teilregion Wittgenstein“ an. Leider reichen die Schülerzahlen nicht mehr aus, um vor Ort Fachklassen für alle Ausbildungsberufe einrichten zu können. Auch Wilfried Mömken und Winfried Schwarz betonten abschließend, dass eine möglichst betriebs- und wohnortnahe Beschulung der Auszubildenden aus Sicht der Betriebe und des BZW „weiterhin überaus wünschenswert ist und bleibt“.