SPD-Kreistagsfraktion lässt Schulsozialarbeit auf Tagesordnung setzen

Kreis Siegen-Wittgenstein. Die Schulsozialarbeit an den Berufskollegs hat für die SPD-Kreistagsfraktion einen hohen Stellenwert. Bislang fließen für diese Stellen Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes. Diese Möglichkeit der Finanzierung wird künftig wahrscheinlich nicht mehr zur Verfügung stehen. Daher haben Schulausschuss und Kreistag im Juni durch einen mehrheitlich gefassten Beschluss an den Bund und das Land NRW appelliert, die Schulsozialarbeit im bisher geförderten Umfange über den 31. Dezember 2013 hinaus finanziell sicherzustellen. Ebenso wurde beschlossen, dass im Rahmen der Haushaltsplanberatungen für das Jahr 2014 notfalls auch über den Einsatz kreiseigener Mittel zu sprechen ist, falls sich herausstellen sollte, dass eine kostendeckende staatliche Refinanzierung der Aufgabe künftig nicht mehr gewährleistet ist.

Die SPD-Kreistagsfraktion hat inzwischen beantragt, das wichtige Thema erneut auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Weiterbildung und Sport zu setzen, die am 26. November 2013 stattfindet. „Wir erwarten, dass der Landrat zunächst den Schulausschuss ausführlich über den aktuellen Sachstand informiert und die zuständigen politischen Gremien gegebenenfalls in die Lage versetzt, rechtzeitig Entscheidungen zu treffen, die jetzt möglicherweise erforderlich sind“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Sittler. Ziel der anstehenden Beratungen müsse sein, dass die Schulsozialarbeit an den vier Berufskollegs in Siegen und Bad Berleburg 2014 und in den darauf folgenden Jahren nahtlos fortgesetzt werden kann, betonte der Sozialdemokrat. Notfalls müsse der Kreis als Schulträger eben auch eigene Mittel „in die Hand nehmen“, um dies zu gewährleisten.

„Denn die Schulsozialarbeit hat sich bestens bewährt und ist aus dem Alltag unserer Berufskollegs nicht mehr wegzudenken“, fügte Michael Sittler hinzu. Sie trage ganz maßgeblich zu einem Abbau sozialer Spannungen an den Berufskollegs mit ihrer sehr heterogenen Schülerschaft und damit zur Schaffung eines besseren Unterrichts- und Lernklimas bei. „Nicht zuletzt werden die Lehrerinnen und Lehrer durch die professionelle Schulsozialarbeit spürbar entlastet. Schon aus zeitlichen Gründen wären die Lehrkräfte gar nicht in der Lage, diese wichtige Aufgabe zusätzlich zu übernehmen“, unterstrich der SPD-Fraktionsvorsitzende abschließend.