SPD-Landtagsabgeordnete besichtigen Notunterkunft für Flüchtlinge in Burbach

Burbach. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass die Flüchtlinge hier bei uns willkommen sind“, begründeten die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Tanja Wagener und Falk Heinrichs sowie Wolfgang Kasper, Fraktionsvorsitzender der Burbacher SPD, ihren Besuch in der ehemaligen Siegerlandkaserne in Burbach. Sie wurden dort von dem Einrichtungsleiter Ricardo Sichert und Peter Buchholz von der Betreibergesellschaft European Homecare GmbH empfangen, die dort Unterbringungsmöglichkeiten für rund 600 Flüchtlinge geschaffen hat.

„Die Menschen, die hier untergebracht werden, mussten aus unterschiedlichen Gründen aus ihren Heimatländern fliehen. Sie haben teilweise Traumatisches erlebt, wurden verfolgt und unterdrückt ehe sie nach Deutschland kamen. Hier können sie in Frieden leben. Wir möchten sie bei uns willkommen heißen“, erklärten die beiden SPD-Landtagsabgeordneten.

Bei einem Rundgang über das ehemalige Kasernengelände zeigten sich die SPD-Mitglieder beeindruckt, was die Betreibergesellschaft in der kurzen Zeit seit der Eröffnung der Notunterkunft aus dem Boden gestampft hat. „Nachdem wir die elementarsten Bedürfnisse wie Essen, Trinken, Kleidung, sanitäre Einrichtungen, einen Schlafplatz und die Versorgung mit Hygieneartikeln für unsere Gäste von Anfang an sicherstellen konnten, arbeiten wir nun daran, Beschäftigungsmöglichkeiten für die hier lebenden Menschen zu schaffen. Wir planen derzeit z.B. die Einrichtung von Teeküchen, Fernseh- und Kinderspielzimmern in allen Gebäuden. Auch ein Raum, in dem eine Tischtennisplatte, ein Kicker oder ein Billardtisch aufgestellt werden können, wäre wünschenswert“, erläuterte Ricardo Sichert die nächsten Schritte.

Besonders erfreulich sei die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. „Kleidung und Schuhe, insbesondere für den bevorstehenden Winter, sowie Kinderspielzeug werden von uns ständig benötigt, da die Flüchtlinge nur für kurze Zeit bei uns bleiben, ehe sie an die Kommunen weitervermittelt werden. Wir nehmen daher gerne weitere Spenden an“, so Sichert.
Aufgrund der Presseberichterstattung der letzten Wochen wurde auch das Thema Sicherheit angesprochen. Gunter Edelmann von der Polizei Burbach bestätigte zwar, dass es „einige wenige Zwischenfälle“ gegeben habe. Dies könne aus polizeilicher Sicht jedoch allein schon auf Grund der Tatsache, dass mehrere hundert Menschen in der Einrichtung untergebracht seien, nicht als außergewöhnlich angesehen werden. „Wir warnen daher vor Presseberichterstattungen, die diese Flüchtlinge hier stigmatisieren und Ängste in der Bevölkerung schüren. Der ganz überwiegende Teil der hier untergebrachten Menschen ist friedvoll und gesetzestreu“, mahnten Tanja Wagener und Falk Heinrichs abschließend an.