Tanja Wagener (MdL) besuchte die Lindenschule in Weidenau

Weidenau. Tanja Wagener, heimische SPD-Landtagsabgeordnete, besuchte jetzt die Lindenschule am Bismarckplatz in Weidenau. Zurzeit besuchen 188 Schülerinnen und Schüler diese Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache für den Primarbereich. Es gibt vier Eingangsklassen sowie jeweils drei Klassen für die Schuljahre 1 bis 4, also insgesamt 16 Klassen. Diese werden von 27 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. „Nur etwa 50 Prozent der Kinder erreichen bei uns die 4. Klasse. Die anderen wechseln zuvor auf eine Regelschule“, erläuterten Schulleiter Dieter Lammersdorf und seine Stellvertreterin Sandra Köhl. Die Lindenschule sei damit für nicht wenige Kinder eine „Durchgangsschule“.

Bei einem Rundgang durch das Schulgebäude konnte sich Tanja Wagener (MdL) davon überzeugen, dass die Unterrichts- und Spielräume sehr ansprechend gestaltet und gut ausgestattet sind. „Über den Kreis Siegen-Wittgenstein als Schulträger können wir nicht klagen. Er tut sein Mögliches“, betonte Dieter Lammersdorf. Die Schülerinnen und Schüler werden nicht nur in ihren Klassen unterrichtet, sondern werden auch ganz individuell therapeutisch gefördert (Sprachtherapie, Mundmotorik, Warnketherapie, Padovan, Ergotherapie, Mototherapie u.a.).

Tanja Wagener nutzte die Gelegenheit, sowohl in zwei Klassen als auch bei zwei Einzelförderungen zu hospitieren. „Ich habe dabei den Eindruck gewonnen, dass die Kinder hier an der Lindenschule optimal gefördert werden“, lobte die Siegener SPD-Landtagsabgeordnete. Höhepunkt des Schulbesuchs war eine Gesprächsrunde mit Schülersprecherin Sarah Krömann (4. Klasse), den Klassensprecherinnen und -sprechern sowie ihren Stellvertretern im Lehrerzimmer.

Auf die besorgte Frage einiger Kinder, ob die Landesregierung Förderschulen wie die Lindenschule schließen wolle, erklärte Tanja Wagener (MdL): „Wir wollen zwar erreichen, dass künftig mehr Schülerinnen und Schüler mit Behinderung eine Regelschule besuchen, aber wir wollen nicht die Förderschulen abschaffen.“ Rückläufige Schülerzahlen könnten zwar auf mittlere Sicht einzelne Schließungen zur Folge haben, so die Abgeordnete. Die Eltern sollen aber künftig wählen können, ob sie für ihr Kind den Besuch einer Förderschule oder die ‚inklusive Beschulung‘ an einer Regelschule bevorzugen. „Schon aus diesem Grund wird es also weiterhin auch Förderschulen geben“, unterstrich die SPD-Politikerin.

Dieter Lammersdorf lobte im Gespräch mit Tanja Wagener die Zusammenarbeit mit den kommunalen Jugendämtern. So werden an der Lindenschule zurzeit acht Kinder, die besondere Probleme aufweisen, zusätzlich von einer Integrationskraft betreut. Unterstützung erfahren die Lehrerinnen und Lehrer regelmäßig auch durch Personen, die ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder neuerdings Bundesfreiwilligendienst an der Schule leisten. Auch das Lehrerkollegium selbst sei sehr engagiert, so dass die vielfältigen Aufgaben, die aufgrund der Gesetzesänderung anstehen, gemeistert werden können. Lammersdorf fügte kritisch hinzu: „Die Zahl der sogenannten Funktionsstellen ist an einer Förderschule sehr knapp bemessen. Insoweit werden insbesondere Gymnasien und Gesamtschulen deutlich besser behandelt.“

Tanja Wagener (SPD-MdL) bot abschließend an, die Lindenschule erneut zu besuchen, um den Schülerinnen und Schülern z.B. der 4. Klassen mehr über ihre politische Arbeit als Landtagsabgeordnete zu erzählen, falls dies gewünscht sein sollte.