SPD einstimmig hinter Kandidat

Siegen. Die heimische SPD geht mit Optimismus und viel Motivation in den Wahlkampf. „Ich will Verantwortung für die Zukunft unserer Region übernehmen. Mit vollem Einsatz und großer Freude“, rief Andreas Müller am Samstag den Genossen beim außerordentlichen Unterbezirksparteitag im Leonhard-Gläser-Saal der Siegerlandhalle entgegegen.
Der 30-Jährige, vielen neben seiner politischen Arbeit auch als Sändger der Vokalgruppe „TonArt“ bekannt, war der einzige Kandidat seiner Partei für die Landratswahl am 25. Mai. Er kann sich auf uneingeschränkte Unterstützung stützen. Bei der anschließenden Wahl gab es 100-prozentige Zustimmung und auch in der folgenden Delegiertenversammlung keine Gegenstimme.

Rückenwind aus Berlin gefragt

„Das ist unser Landrat“, verkündete Willi Brase und versprach, auch in Berlin „für den nötigen Rückenwind für ein gutes Ergebnis“ zu sorgen. Bis zur Landrats – und Kreistagswahl werde auch die Rentenreform verabschiedet sein, das werde garantiert helfen. Der Kandidat hatte zuvor versichert, „Appetit auf die Zukunft“ zu haben und mit dem ebenfalls am Samstag verabschiedeten Wahlprogramm für eine klare Alternative zur aktuellen Kreispolitik“ eintreten zu wollen.
Als einen wichtigen Punkt nannte Müller, Ratsmitglied in Burbach und Geschäftsführer des SPD-Kreisverbandes Olpe, die Gesundheitspolitik, propagierte in diesem Zusammenhang die Rückkehr zu einem regionalen Konsens der örtlichen Träger. Bei der ambulanten Gesundheitsversorgung warnte er vor einem Rückzug aus der Fläche. Zweiter Schwerpunkt soll für ihn die Stärkung des ÖPNV werden, Müller schilderte in diesem Zusammenhang seine ganz persönlichen Erfahrungen und Probleme, seinen Holzhausen mit Bus oder Bahn zu verlassen.

Stolz auf die Region

Er forderte neue Angebote in der Kinderbetreuung und eine zukunftsträchtige Wirtschaftsförderung. „Ich bin stolz, in der industriestärksten Region NRWs zu leben“, unterstrich er. Um dies zu sichern, brauche es unter anderem ein Gründerzentrum und nicht zuletzt die vernünftige verkehrliche Anbindung Wittgensteins. Schließlich ging Andreas Müller auf die neue Studie ein, die Siegen-Wittgenstein zum durchschnittlichsten Kreis der Republik bestimmt hatte. Die Menschen hier hätten besseres verdient, er wolle mitwirken, „unseren Kreis zu einer Zukunftsregion zu machen. Deshalb will ich Landrat werden!“ Jetzt seien „105 Tage Zeit, für unsere Ansichten zu kämpfen! Bis zum Wahlkampf!“

-Westafalenpost-