Andreas Müller lobt das Engagement des Lehrerkollegiums

Nachdem er sich einen eigenen Eindruck vom Unterricht in zwei Klassen der Lindenschule verschafft hatte, lobte SPD-Landratskandidat Andreas Müller „das große Engagement der Lehrerinnen und Lehrer“ an dieser Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache für den Primarbereich.

Andreas Müller und weitere Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion erfuhren bei einem Besuch der Schule am Weidenauer Bismarckplatz, dass die Kinder nicht nur in ihren Klassen unterrichtet, sondern ergänzend auch ganz individuell therapeutisch gefördert werden, sofern ein entsprechender Bedarf besteht. Zudem zeigten sich die SPD-Politiker – darunter Fraktionschef Michael Sittler, Fraktionsgeschäftsführer Bernd Dehmel und die stellvertretende Landrätin Waltraud Schäfer – beeindruckt von den sehr ansprechend gestalteten und gut ausgestatteten Unterrichts- und Spielräumen.

In einem Gespräch mit seinen Gästen bestätigte Schulleiter Dieter Lammersdorf, „dass sich der Kreis sehr bemüht, um seiner Rolle als Schulträger gerecht zu werden“. Weiter berichtete Lammersdorf, dass nur etwa 50 Prozent der Kinder die komplette Primarstufe an der Lindenschule durchlaufen. „Die anderen Schülerinnen und Schüler wechseln bereits zuvor auf eine Regelschule, so dass wir für nicht wenige Jungen und Mädchen eine ‚Durchgangsschule‘ sind“, so der Schulleiter.

Mit ihren zurzeit knapp 190 Schülerinnen und Schülern erfüllt die Lindenschule die Anforderungen der neuen Mindestgrößenverordnung des Landes für die Förderschulen problemlos. „Es ist gut, dass der Fortbestand dieser für unsere Region wichtigen Schule mit ihrem besonderen Förderschwerpunkt Sprache auf absehbare Zeit gesichert ist“, betonte Michael Sittler, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Schulleiter Dieter Lammersdorf und die SPD-Politiker waren sich einig, dass die Potenziale der schulischen Inklusion (gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung an Regelschulen) zwar ausgeschöpft werden sollten, es aber auch Grenzen der Inklusion im schulischen Bereich gibt. „Es wird weiterhin Kinder geben, die nur im geschützten Bereich einer Förderschule optimal gefördert werden können“, ist sich Dieter Lammersdorf sicher. Der Weidenauer SPD-Kreistagsabgeordnete Bernd Dehmel fügte hinzu: „Außerdem sollen die Eltern von Kindern mit Behinderung künftig zwischen dem Besuch einer Förderschule und der ‚inklusiven Beschulung‘ an einer Regelschule wählen können.“

Dennoch werde der zunehmende Trend zur schulischen Inklusion auch in unserer Region Veränderungen des bisherigen Angebots an Förderschulen zur Folge haben. Dazu erklärte SPD-Landratskandidat Andreas Müller: „Das lässt sich nicht vermeiden und war von Anfang an absehbar. Gut ist aber, dass sich im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein inzwischen zwei Förderschulverbünde abzeichnen, die es ermöglichen, immerhin vier Förderschulstandorte (Siegen, Freudenberg, Kreuztal und Bad Laasphe) zu erhalten.“ In Siegen wird die Lindenschule – neben der Pestalozzi-Schule, die künftig mit der Osterbergschule (Freudenberg) einen Verbund bilden soll – weiterhin als eigenständige Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache bestehen bleiben.

Müller begrüßte zugleich, dass Landesregierung und kommunale Spitzenverbände inzwischen eine Einigung hinsichtlich der Kosten, die den kommunalen Schulträgern durch die Inklusion entstehen, erzielt haben. Danach wird das Land den Kommunen in den kommenden fünf Jahren insgesamt 175 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Durch dieses Geld werden insbesondere zusätzliche Investitionen in Gebäude und Ausstattung der Schulen ermöglicht.