EEG-Rabatt ist lebenswichtig für Thyssen-Krupp

SPD Generalsekretär André Stinka war zusammen mit Landratskandidat Andreas Müller und Willi Brase MdB bei Thyssen Krupp in Eichen und ließ sich vom Betriebsrat über aktuelle Probleme informieren.

Die Diskussion über die auch in der Bevölkerung umstrittenen Nachlässe auf die EEG-Umlage für Großunternehmen, wird bei Thyssen-Krupp Steel Europe im Siegerland mit Sorge beobachtet. „Es hätte gravierende Auswirkungen für unseren Standort“, sagte der stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Axel Ganseuer.

Entfallen die Nachlässe, kämen laut Ganseuer auf die sieben TKSE-Standorte in NRW 350 Millionen Euro Mehrkosten zu. Das allein bedeutet für die Werke in Eichen und Ferndorf Mehrkosten von 16 Millionen Euro.

Betrachtet man die Gesamtproduktion von einer Million Tonnen verzinkter und beschichteter Stahlerzeugnisse ist die Mehrbelastung gravierend: Der Tonnenpreis stiege um 16 Euro. „Damit wären wir nicht mehr wettbewerbsfähig“, sagte Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Otto.

Bundestagsabgeordneter Willi Brase betonte, dass die für Großverbraucher eingeräumte Freistellung der EEG-Umlage bleiben müsse. Des Weiteren gab er zu bedenken, dass es generell ein „Problem“ der südwestfälischen Region sei, dass „viele Leute von Deindustrialisierung sprechen und genau das der falsche Weg ist“ Hier gibt es viele kleine Unternehmen die auch in ihren jeweiligen Nischen marktführend sind. Genau dieses Bewusstsein müsse man auch wieder verstärkt in der Öffentlichkeit demonstrieren, schließlich sei der gute Mittelstand das „Fundament der Gesellschaft“ hier in Südwestfalen.

Auch André Stinka stimmte dem zu und betonte wie wichtig es sei für die Industriestandorte hier vor Ort zu werben und Entscheidungen zu fällen, die ihnen auf Dauer eine Versorgungssicherheit ermöglichen. Betriebsratsvorsitzende Otto unterstützte die Meinung des Generalsekretärs und vertrat die Ansicht, dass die Energiewende nicht zum „Spielball“ unterschiedlicher Interessen werden darf.