„Südumgehung Kreuztal wichtiger Einstieg in die Route 57“

Falk Heinrichs empfing im Landtag Mitglieder sowie Freunde der AWO Erndtebrück und des SPD-Ortsvereins Littfeld, ebenso die Teilnehmerinnen eines Englischkurses an der VHS in Kreuztal.
Falk Heinrichs empfing im Landtag Mitglieder sowie Freunde der AWO Erndtebrück und des SPD-Ortsvereins Littfeld, ebenso die Teilnehmerinnen eines Englischkurses an der VHS in Kreuztal.

Erndtebrück/Kreuztal. Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt Erndtebrück, des SPD-Ortsvereins Littfeld und eines Kreuztaler Englisch-Konversationskurses der Kreisvolkshochschule besuchten jetzt auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Falk Heinrichs den Landtag in Düsseldorf. Heinrichs war besonders erfreut, unter den Gästen aus Wittgenstein auch den früheren stellvertretenden Landrat Willi Graf aus Bad Berleburg begrüßen zu können.

In der Diskussion wies der SPD-Landtagsabgeordnete darauf hin, dass in Kürze mit dem Planfeststellungsbeschluss für die Südumgehung Kreuztal gerechnet werde. „Gegen diesen sind dann zwar noch Klagen denkbar, aber der Planfeststellungsbeschluss ist ein wichtiger Schritt hin zur Schaffung des notwendigen Baurechts für diese neue Straßenverbindung. Der damit in greifbare Nähe rückende Bau der Südumgehung Kreuztal wird ein wichtiger Einstieg in die Route 57 zur Verbesserung der Verkehrsanbindung Wittgensteins sein“, betonte Falk Heinrichs (MdL). Die NRW-Landesregierung hat die Route 57 wieder für den vordringlichen Bedarf des neuen Bundesverkehrswegeplans gemeldet. „Hier gilt es jetzt, am Ball zu bleiben und die Zeit der großen Koalition auf Bundesebene zu nutzen“, meinte der SPD-Politiker auch mit Blick auf die rechtzeitige Bereitstellung der für den Bau der Südumgehung Kreuztal erforderlichen finanziellen Mittel.

Die überwiegend älteren Gäste brachten die Qualität des ÖPNV im ländlichen Raum zur Sprache. Heinrichs lobte, dass die Mobilität der Menschen zum Teil durch Bürgerbusse mit gesichert werde, unterstrich jedoch zugleich, dass der ÖPNV als Teil der Daseinsfürsorge eine Aufgabe der öffentlichen Hand sei. „Für einen angemessenen und möglichst flächendeckenden ÖPNV auch in den ländlichen Bereichen unseres Kreisgebiets wird es künftig auch öffentliche Zuschüsse geben müssen, so wie das in vielen anderen Regionen bereits üblich ist“, unterstrich der SPD-Landtagsabgeordnete. Die Finanzierung des neuen Schülertickets durch die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe sei ein Schritt in die richtige Richtung.

Auf die drohende Schließung einzelner Grundschulen angesprochen, verwies Falk Heinrichs (MdL) auf „rückläufige Schülerzahlen, denen die Kommunen im Rahmen ihrer Schulentwicklungsplanung natürlich Rechnung tragen müssen“. Heinrichs wies zugleich darauf hin, dass das Land den Klassenfrequenzrichtwert schrittweise senke, so dass die sogenannten Demographiegewinne den Schulen grundsätzlich erhalten bleiben.

Ebenfalls diskutiert wurden die Themen Inklusion, Schulsozialarbeit, die weitere Attraktivierung der Region Südwestfalen für qualifizierte Arbeitskräfte und vor allem auch für junge Menschen, der seit der Wiedervereinigung 1990 von allen Steuerzahlern zu entrichtende Solidaritätszuschlag für den Aufbau Ost und die vom Bund geplante neue Pkw-Maut. – Neben den politischen Terminen im Landtag verblieb den Gästen aus Wittgenstein und dem nördlichen Siegerland noch genügend Zeit für einen Besuch von Altstadt und Königsallee.