Falk Heinrichs empfing PflegeschülerInnen des Kreisklinikums

Falk Heinrichs (SPD-MdL) empfing Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule des Kreisklinikums Siegen im Landtag.

Kreis Siegen-Wittgenstein. „Es ist wichtig, dass gerade auch junge Menschen Vorurteilen, die in unserer Gesellschaft leider häufig anzutreffen sind, mutig und beherzt entgegentreten, um so den Weg für mehr Toleranz zu ebnen“, schrieb Falk Heinrichs im April an den Kurs 12/15 der Krankenpflegeschule des Kreisklinikums Siegen, nachdem die SchülerInnen dieses Kurses eine erfolgreiche Spendenaktion zugunsten der Bewohnerinnen und Bewohner der Burbacher Notunterkunft für Asylsuchende initiiert hatten. Die Presse hatte über diese Aktion seinerzeit ausführlich berichtet.

Heinrichs beließ es nicht bei diesen Worten des Dankes und der Anerkennung, sondern es war ihm ein Herzensanliegen, die engagierten Pflegeschülerinnen und -schüler in den Düsseldorfer Landtag einzuladen, wo er sie schließlich vor wenigen Tagen – am Rande einer Plenarsitzung – zusammen mit ihren Lehrern empfing.

Erst nach dieser – so Heinrichs – „gelungenen und vorbildlichen“ Spendenaktion geriet die Burbacher Flüchtlingsunterkunft wegen der Misshandlung von Flüchtlingen durch Mitarbeiter des damaligen Sicherheitspersonals in die Schlagzeilen. „Sie haben sich – bereits bevor etwas passiert war – für die durch Flucht und Vertreibung zum Teil stark traumatisierten Menschen in der Aufnahmeeinrichtung eingesetzt. Das hat mir großen Respekt abgenötigt“, betonte Falk Heinrichs (SPD-MdL) im Gespräch mit der Klasse und fügte hinzu: „Sie haben echte Zivilcourage bewiesen. Ihr Engagement sollte weitere Schülerinnen und Schüler unserer Region anspornen, ein ähnliches Zeichen zu setzen.“

Die Krankenpflegeschule des Kreisklinikums trägt übrigens den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dazu erklärte Falk Heinrichs: „Ich finde es gut, dass hier nicht nur Fachwissen auf höchstem Niveau vermittelt wird, sondern den Schülerinnen und Schülern zugleich auch Gelegenheit gegeben wird, ihrer sozialen und gesellschaftspolitischen Verantwortung gerecht zu werden.“

Die PflegeschülerInnen nutzten die Gelegenheit, den heimischen Landtagsabgeordneten auf die teils schwierigen Arbeitsbedingungen im Pflegebereich anzusprechen. Es wurde deutlich, dass sie ihre berufliche Zukunft nicht ohne Sorge betrachten. „Die Qualität der Pflege in Kliniken oder auch in Seniorenheimen sagt viel darüber aus, ob eine Gesellschaft die richtigen Prioritäten setzt“, so Heinrichs. Er stimmte den Schülerinnen und Schülern zu, „dass wir darauf in Zukunft verstärkt unsere politische Aufmerksamkeit richten müssen“.

Im Anschluss an den Besuch des Landtags nutzte die Klasse noch die Gelegenheit, einen Bummel durch die Düsseldorfer Altstadt zu unternehmen.