Allianz setzt Ausbildungsplatzgarantie um

Die Allianz für Aus- und Weiterbildung leitet die notwendigen Schritte zur Umsetzung der von der SPD-Bundestagsfraktion geforderten Ausbildungsgarantie ein. Die betriebliche Ausbildung hat dabei Vorrang. Es ist ein großer Erfolg im Sinne der Jugendlichen, dass Wirtschaft, Länder, Bund und die Gewerkschafter als neuer Partner hinter der Allianz stehen.

Dazu erklärt Willi Brase, Bundestagsabgeordneter aus Siegen-Wittgenstein und zuständiger Berichterstatter der SPD-Fraktion:

„Die Allianz für Aus- und Weiterbildung ist ein starkes Bekenntnis zur Berufsbildung. Es ist ein großer Erfolg, dass sich bei der Allianz als Weiterentwicklung des Ausbildungspakts diesmal nicht nur Wirtschaft, Länder und Bundesregierung, sondern auch die Gewerkschaften gemeinsam an einen Tisch gesetzt haben. Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt nachdrücklich diesen wichtigen Schritt für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Es wurden richtige und notwendige Schritte für mehr Ausbildung vereinbart: Jedem an einer Ausbildung interessierten Jugendlichen wird zukünftig ein Pfad aufgezeigt und so die von uns in den Koalitionsverhandlungen durchgesetzte Ausbildungsgarantie umgesetzt.

Nachdem die Zahl der Ausbildungsplätze in den vergangenen Jahren kontinuierlich sank, stellt die Wirtschaft für 2015 20.000 zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze zur Verfügung. Darauf hat sich die Wirtschaft sich im Rahmen der Allianz verpflichtet. Wir freuen uns über dieses dringend nötige Engagement der Wirtschaft.

Zusätzlich wurde in der Allianz vereinbart, dass die bisherigen Probleme beim Übergang von der Schule in Ausbildung durch ein kohärentes Konzept der Berufsorientierung minimiert werden sollen. Dies geht Hand in Hand mit den jährlich 500 000 Praktika, die die Wirtschaft jährlich zur Verfügung stellen wird. Wichtig sind hier gemeinsame Qualitätsstandards, die Wirtschaft, Gewerkschaften und Länder erarbeiten werden. Positiv sind weiterhin auch die vereinbarten 20 000 Einstiegsqualifizierungen. Durch ihre praktische und betriebliche Orientierung sind sie häufig eine erfolgreiche Brücke in die Ausbildung. All diese Maßnahmen helfen, Jugendlichen mit Startschwierigkeiten nachhaltig zu unterstützen und zu betreuen. Wichtig ist hierbei, dass der Schwerpunkt immer auf den Einstieg in eine betriebliche Ausbildung liegt.“