Willi Brase besucht BGH Edelstahl

Die BGH Edelstahlwerke in Siegen haben eine lange und traditionsreiche Geschichte. Seit 1467 wird in der Boschgotthardshütte Stahl geschmiedet, vor ungefähr 50 Jahren komplettierte eine eigene Rohstahlerzeugung den Anlagenpark, der besonders auf hochlegierte Edelstähle und Edelbaustähle ausgerichtet ist. Die zwei Standorte Siegen-Eintracht und Siegen-Weidenau beschäftigen inzwischen knapp 500 Mitarbeiter, nimmt man die anderen Standorte der BGH Edelstahlwerke GmbH dazu, hat das Unternehmen im Moment 2100 Mitarbeiter. Im Gespräch mit Gunnar Kohlschein, dem Sprecher der Geschäftsführung und den Betriebsräten Hakan Yilmaz und Zoltan Mate war das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) ein Thema. Die Härtefallregelung für stromintensive Unternehmen ist auch für die BGH Edelstahlwerke zum Schutz ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit unabdingbar. Inzwischen bindet der bürokratische Aufwand durch immer neue Änderungen im Gesetz sehr viel Arbeitskraft, „dauerhafte Regelungen würden die Zukunft planbarer machen“, stellte Gunnar Kohlschein dazu fest. Hakan Yilmaz ergänzte dazu, dass die Umweltauflagen überall, nicht nur in Deutschland zwingend umgesetzt werden müssten.
Das Auftragsvolumen der Edelstahlwerke ist recht zufriedenstellend, auch wenn der Absatzmarkt in Russland nachgelassen hat. Mit großen Sorgenfalten wird auch die Marktlage auf dem Öl- und Gasmarkt beobachtet. Die Erforschung und Exploration neuer Fördermöglichkeiten scheint vor dem Hintergrund gefallener Ölpreise besonders in den USA deutlich abzunehmen.
Der Blick in die Zukunft ist insgesamt positiv, das soll in zwei Jahren zum 550. Geburtstag der Edelstahlwerke mit einem großen Fest bekräftigt werden.
Nach dem Gespräch in Siegen-Weidenau trafen sich die Gesprächsteilnehmer im Werk Siegen-Eintracht. Sie wurden von Dr. Christoph Beiler, dem Leiter der Technischen Betriebswirtschaft begrüßt.
Ein Gang durch das Stahlwerk und die Besichtigung der Schmiedepresse rundeten den Besuch ab.