Mehr Chancen durch Gleichwertigkeit der Bildungssysteme

Anlässlich der Debatte um den Berufsbildungsberichts 2015 hat die Regierungskoalition einen Antrag zu den Prinzipien des deutschen Bildungswesens – Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit – vorgelegt. Dazu die aktuelle Pressemitteilung von Willi Brase (MdB):
"Die Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit der akademischen und beruflichen Bildung müssen zur Selbstverständlichkeit werden. Notwendig sind ein ungehinderter Wechsel zwischen den Systemen und ihre barrierefreie Kombination. Auch Quereinsteiger erhalten so die Chance, breite Kompetenzprofile zu entwickeln, die ihnen zahlreiche individuelle Bildungs- und Berufskarrieren eröffnen.
Für die SPD-Bundestagsfraktion bleibt die Möglichkeit zum Aufstieg durch Bildung ein absolutes Muss. Wichtige Voraussetzung ist eine umfassende Berufs- und Studienberatung – auch an Gymnasien – die möglichen Abbrüchen in Ausbildung oder Studium vorbeugt.
Im Rahmen der Evaluation des Berufsbildungsgesetzes und der Ausgestaltung des Deutschen Qualifikationsrahmens wird wiederholt über den Erwerb beruflicher Teilqualifikationen innerhalb von Berufslaufbahnkonzepten diskutiert. Eine Auflösung des Berufsprinzips ist mit der SPD-Bundestagsfraktion nicht zu machen. Eine Zustimmung zur so genannten Modularisierung wird es nicht geben. Im Gegenteil: Ziel ist es, die Ausbildungsqualität im Ganzen zu stärken.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Verbesserung der gesetzlichen Ausstiegsfortbildung. Die Förderleistungen des so genannten Meister- BAföG müssen verbessert und die Fördermöglichkeiten erweitert werden. Absolventinnen und Absolventen mit einem Bachelor sollen mit entsprechender Berufserfahrung der Zugang zur geförderten Aufstiegsfortbildung eröffnet werden. "