Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden“ verbessert die Lebenssituation von jungen Flüchtlingen und unterstützt die Kommunen

Aufgrund der aktuell immer weiter steigenden Flüchtlingszahlen stehen die Kommunen vielerorts vor großen Herausforderungen. Fragen der Unterbringung, Betreuung und Integration stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die besondere Situation von unbegleiteten Minderjährigen. Etwa ein Drittel aller nach Deutschland einreisenden Personen sind Kinder und Jugendliche.

Das neue Bundesprogramm für junge Flüchtlinge „Willkommen bei Freunden“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird dazu beitragen, die Lebenssituation von jungen Flüchtlingen in Deutschland zu verbessern und die Kommunen bei der Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Aufgaben mit konkreten Angeboten zu unterstützen.

Junge Flüchtlinge, die in Deutschland Schutz gefunden haben, haben ein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe. Durch das neue Bundesprogramm erhalten sie die ihnen zustehende Begleitung und Förderung. Ziel ist es, die Willkommenskultur vor Ort spürbar werden zu lassen. Für die zuständigen Kommunen gestaltet sich dies vor Ort mitunter sehr schwierig, da die Flüchtlinge oft einen unklaren Status haben und es wenig Vernetzung bzw. Unterstützung der handelnden Akteure gibt.

Das Programm startet am 01. Juni 2015. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, die das Programm umsetzt, steht fortan bis zum Ende des Förderzeitraums 2018 mit Informations- und Beratungs- sowie Qualifizierungsangeboten als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Die kommunalen Spitzenverbände haben die Konzeption des Programms begleitet und unterstützt.

Darüber hinaus ist geplant:
– die Öffnung der Jugendmigrationsdienste für junge Flüchtlinge modellhaft zu erproben
– ein neues Programm zur sprachlichen Bildung in Kindertagesstätten durchzuführen
– das Bundesprogramm für die Beratung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge fortzuführen
– eine engagierte Flüchtlingsarbeit in den Mehrgenerationenhäusern zu betreiben
– die Partnerschaften für Demokratie im Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ zu stärken.

Ebenso hat die Bundesministerin Manuela Schwesig bereits einen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher vorgelegt, der sich derzeit in der Abstimmungsphase innerhalb der Bundesregierung befindet.