Unternehmen peilt „Top 3-Gruppe“ der Fensterbauer an

Tanja Wagener (SPD-MdL; links) informierte sich jetzt bei FeBa-Fensterbau in Burbach. Die Prokuristen Stefan Werthenbach (2.v.l.) und Thomas Menk (r.) begleiteten die Politikerin bei einem Rundgang durch die Produktion.
Tanja Wagener (SPD-MdL; Mitte) besuchte die FeBa-Fensterbau GmbH in Burbach. Ihre Gesprächspartner waren u.a. der kaufmännische Leiter Stefan Werthenbach (r.) und sein für den Bereich Technik zuständiger Kollege Thomas Menk (l.).

Burbach. Deutschlandweit gibt es rund 5.500 Fensterhersteller, davon etwa 100 namhafte Unternehmen. Tanja Wagener, heimische SPD-Landtagsabgeordnete, besuchte jetzt die 1971 in Wilnsdorf zunächst als Handelsbetrieb für Bauelemente gegründete FeBa-Fensterbau GmbH. Sie gehört schon heute zur Gruppe der ersten fünf Fensterlieferanten in Deutschland. „Als traditionell familiengeführtes mittelständisches Unternehmen sind wir inzwischen einer der leistungsstärksten Fenster- und Türenhersteller aus den Werkstoffen Kunststoff und Aluminium“, betonte Gründer und Geschäftsführer Karl-Heinz Flick im Gespräch mit der SPD-Politikerin. Ehrgeiziges Ziel seiner Firma sei, künftig noch weiter in die Gruppe der deutschlandweit ersten drei Unternehmen ihrer Branche aufzurücken. Seit 1987 sind die Produktion und seit 1993 auch die komplette Verwaltung in Burbach angesiedelt, wo das Unternehmen schrittweise erweitert worden ist. Mit dem Außendienst verfügt es derzeit über rund 225 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Probleme bereiten der Firma zurzeit EU-Subventionen an ihre östliche Konkurrenz, insbesondere an polnische Fensterbauer. „Trotz dieser Schwierigkeiten setzen wir weiterhin auf unseren Standort im südlichen Siegerland“, unterstrich Seniorchef Karl-Heinz Flick. Die Prokuristen Stefan Werthenbach (kaufmännische Leitung) und Thomas Menk (technische Leitung) fügten hinzu: „2013/14 haben wir hier in Burbach rund 12 Millionen Euro in eine komplette Erneuerung der Produktionsanlagen investiert. FeBa-Fensterbau setzt konsequent auf modernste Technik, um sich durch Innovation von der Konkurrenz abzuheben.“

Kunststofffenster machen etwa zwei Drittel der Fensterproduktion bei FeBa aus. Bei einem Rundgang zeigte sich Tanja Wagener (MdL) von der modernen, weitgehend computergesteuerten Produktion beeindruckt. Die Kunden des Unternehmens sind überwiegend Bauelemente-Händler, FeBa ist also nicht im klassischen Endkundengeschäft tätig. „Produziert wird nicht auf Lager, sondern nur, was unsere Kunden bestellt haben. Dabei wird jeweils individuellen Wünschen und Anforderungen Rechnung getragen“, erläuterte der Technische Leiter Thomas Menk. Die verschiedenen Komponenten – Profile, Glas und Beschläge – kauft das Unternehmen zu. „Soweit möglich kooperieren wir mit regionalen Herstellern dieser Komponenten“, fügte Stefan Werthenbach hinzu. In enger Zusammenarbeit mit den Zulieferern sei FeBa kontinuierlich um Verbesserungen der Produktqualität bemüht.

Tanja Wagener sprach das Thema Fachkräftemangel an. Dieser mache sich inzwischen leider auch bei FeBa bemerkbar. „Die Zahl der Initiativbewerbungen, die unsere Firma erreichen, ist rückläufig“, berichteten die beiden Prokuristen. Umso wichtiger sei die Ausbildung sowohl in kaufmännischen als auch technischen Berufen, die für den eigenen Bedarf erfolge. Das Unternehmen stellt pro Ausbildungsjahr drei bis vier neue Auszubildende ein. Es werden auch Schulen vor Ort besucht, um dort mögliche geeignete Nachwuchskräfte gezielt anzusprechen und für eine Ausbildung bei FeBa zu gewinnen. „Ich finde es gut, dass Sie auch solche immer noch eher ungewöhnliche Wege gehen, um neue Nachwuchs- und Fachkräfte zu gewinnen“, lobte Tanja Wagener (MdL). Auch war die SPD-Abgeordnete erfreut zu erfahren, dass die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit aus der Sicht des Unternehmens „durchaus gut“ ist.

Tanja Wagener dankte Karl-Heinz Flick und seinen beiden Mitarbeitern abschließend für die „gewährten interessanten Einblicke. Hier bei FeBa-Fensterbau konnte ich mich einmal mehr davon überzeugen, dass es bei uns im Siegerland – über die zahlreichen namhaften Betriebe insbesondere der Metallindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus hinaus – auch in anderen Produktionszweigen sehr erfolgreiche und innovative Unternehmen gibt. Für unsere Region ist es von Vorteil, über eine möglichst breit gefächerte industrielle Produktion zu verfügen.“