Arbeitsstellenmarkt in Siegen-Wittgenstein positiv – für Ausbildungsplätze über den Tellerrand schauen!

In jedem Jahr treffen sich die SPD Abgeordneten aus Siegen-Wittgenstein mit der geschäftsführenden Vorsitzenden der Agentur für Arbeit Siegen-Wittgenstein-Olpe Dr. Bettina Wolf zum Austausch über die aktuelle Lage und die Entwicklung am Arbeitsmarkt.
Die Landtagsabgeordneten Tanja Wagener, Falk Heinrichs und der Bundestagsabgeordnete Willi Brase zeigten sich erfreut über die drittniedrigste Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen, sie liegt bei 5,1 % und der Arbeitsstellenmarkt überzeugt weiterhin durch einen positiven Trend.
Die Entwicklung am Ausbildungsmarkt gestaltet sich ähnlich optimistisch, viele Jugendliche finden in Eigenregie einen Ausbildungsplatz, die Agentur für Arbeit verzeichnet einen Bewerberrückgang von 10%, während gleichzeitig ein Stellenzuwachs von 19% vorhanden ist.
Hier weisen alle Gesprächsteilnehmer eindringlich darauf hin, das Ausbildungssuchende über das Kreisgebiet hinaus schauen müssen, in Olpe bleiben im Moment Ausbildungsstellen unbesetzt.
Im zurückliegenden Jahr hat die Agentur für Arbeit auch den positiven Trend geschafft bei Kündigungen direkt einen neuen Arbeitsplatz zu vermitteln und damit Arbeitslosigkeit zu vermeiden.
Für Dr. Bettina Wolf liegen die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit der Agentur für die nächste Zeit unter anderem im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit. Verschieden Projekte werden dafür sorgen, dass die Kunden noch schneller und näher betreut werden.
Ein weiteres Ziel ist es den Übergang in die Grundsicherung gar nicht erst zuzulassen. Schon vorher sollen Betreuer und Fallmanager engmaschig zusammenarbeiten, um den Übergang in das Jobcenter zu verhindern.
Auch die Kommunikation mit den Arbeitgebern ist direkter geworden, die Agentur für Arbeit bietet den Firmen an, Arbeitssuchende passgenau zu qualifizieren, auch um dem Fachkräftemangel vorzubeugen. Ein neuer Arbeitgeberservice soll weitere Verbesserungen bringen. Zusätzlich werden in Zukunft zwei Mitarbeiter Menschen beraten und bei der Rückkehr in das Berufsleben begleiten, die vielleicht bisher gar keine Chance mehr für sich gesehen haben, nun aber vor dem Hintergrund der Fachkräftenachfrage gute Chancen haben.
Ein wichtiger Markt dabei sind Arbeitsplätze in der Pflege, wo ohne zukunftsweisende Maßnahmen ein großer Mangel an Arbeitskräften entstehen wird. Hier müssen, da waren sich alle Beteiligten zum Ende des Gespräches einig, Anreize geschaffen werden, um die Pflegeberufe attraktiver zu gestalten.