Tanja Wagener und Alexander Vogt zu Gast im WDR-Studio Siegen und bei Radio Siegen

Alexander Vogt, medienpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Beate Schmies, Leiterin des WDR-Studios in Siegen, und die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Tanja Wagener (v.l.n.r.) in den Kulissen der WDR-Lokalzeit Südwestfalen.
Tanja Wagener und Alexander Vogt zusammen mit Bernd Müller (v.l.n.r.) im Sendestudio von Radio Siegen.

Siegen. Zusammen mit dem medienpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Alexander Vogt, besuchte die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Tanja Wagener das WDR-Studio Südwestfalen in Siegen. Hintergrund des Gesprächs mit Studioleiterin Beate Schmies und den Redakteuren des Regionalstudios war die Verabschiedung des WDR-Gesetzes im Landtag NRW. „Mit der Novellierung des WDR-Gesetzes wollen wir die Akzeptanz des Westdeutschen Rundfunks bei den Beitragszahlern erhöhen und machen den Sender wettbewerbsfähig und zukunftsfest“, erläuterte Tanja Wagener.

Alexander Vogt ergänzte: „Mit dem guten Gesetzentwurf der Regierung und den durch SPD und GRÜNE vorgenommenen Änderungen erreichen wir das modernste Mediengesetz Deutschlands. Der WDR als einer der größten Sender Europas wird dadurch gestärkt. Gleichzeitig erreichen wir eine Vielfaltssicherung für die Medienlandschaft in NRW. Der vielfältigen und sich zunehmend schneller ändernden Gesellschaft tragen wir in den Rahmenbedingungen des Senders in besonderer Weise Rechnung. So sinkt der Anteil der Gremienmitglieder aus Parlamenten im Rundfunkrat und es werden mehr gesellschaftliche Gruppen berücksichtigt. Der WDR erhält zudem einen klaren Auftrag im Telemedienbereich, dies sichert die Zukunft im digitalen Zeitalter.“

Das Leitmotiv des Gesetzes sei Offenheit, Transparenz und Partizipation, so der medienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion weiter. Deshalb würden zukünftig zahlreiche Gremienberichte des WDR Rundfunkrates im Internet veröffentlicht, zudem werde öffentlich getagt. Weiterhin müssen Programmbeschaffungen von Tochterunternehmen des WDR zukünftig ab einer bestimmten Höhe durch die Gremien kontrolliert werden. Außerdem werde der Verwaltungsrat zu einem fachlich professionalisierten Gremium weiterentwickelt, damit dieser die zentralen Aufgaben des WDR besser begleiten und bewerten kann.

Auf Kritik bei den Mitarbeitern des WDR stieß die Reduzierung der Werbezeiten im WDR-Hörfunk. Diese Regelung wurde von Alexander Vogt erläutert: „Mit unserem Antrag auf Werbereduzierung ist der moderateste Antrag ohne Gegenstimmen beschlossen worden. Andere Fraktionen haben sogar für die komplette Abschaffung von Werbezeiten für den WDR in den Beratungen des Landtags plädiert. Mit Augenmaß und klaren Schritten schaffen wir damit sowohl Planungssicherheit für den WDR, als auch für die privaten Lokalsender. So sichern wir die Medienvielfalt in Nordrhein-Westfalen.“

Onlineaktivitäten und die zeitliche Begrenzung von Beiträgen im Netz waren weitere Themen, die diskutiert wurden.

Im Anschluss an den Besuch beim WDR ging es für Tanja Wagener und Alexander Vogt zu Radio Siegen, dem lokalen Rundfunksender für Siegen-Wittgenstein. Neben einer Besichtigung des Sendestudios war auch hier das WDR-Gesetz Thema der Diskussion. Verständlicherweise stieß die Reduzierung der Werbezeiten beim WDR-Rundfunk hier auf große Zustimmung, da man sich bei dem Lokalradio dadurch mehr Werbeeinnahmen erhofft.