Tanja Wagener: „Ungleiche Entlohnung von Frauen und Männern überwinden“

Mit einem gemeinsamen Fotoshooting machten die SPD-Landtagsabgeordneten im Rahmen des Equal Pay Days auf die weiterhin vorhandene ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam.

Siegen-Wittgenstein/Düsseldorf. "Der nächste Equal Pay Day ist am Samstag, den 19. März 2016." Darauf wies SPD-Landtagsabgeordnete Tanja Wagener jetzt hin. Gemeinsam mit ihren Fraktionskolleginnen und -kollegen traf sie sich im Düsseldorfer Landtag, um mit einem Fotoshooting auf die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam zu machen.

Lohngerechtigkeit ist machbar

Nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen im Jahr 2014 durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als Männer. Damit hat sich die Lohnlücke im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. "Wenn man sich die Zahlen ansieht, ist die Arbeit von Frauen immer noch weniger wert als die gleiche Arbeit bei Männern, nämlich 21,6 Prozent. Das sind 79 Tage im Jahr, die Frauen umsonst arbeiten", erläuterte Tanja Wagener. "Diese Ungerechtigkeit zu bekämpfen, ist Aufgabe der Unternehmen, der Gewerkschaften und der Politik. Wir müssen gemeinsam für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für die Aufwertung von typischen Frauenberufen und für mehr Transparenz sorgen. Lohngerechtigkeit ist machbar und zentral für eine moderne und wettbewerbsfähige Wirtschaft."

Der Equal Pay Day findet aufgrund des Schaltjahres in diesem Jahr einen Tag früher als 2015 statt und steht unter dem Motto ‘Was ist meine Arbeit wert?’. "Insbesondere in den Zukunftsbranchen, den Pflege- und Betreuungsberufen, muss die Arbeit mehr Wertschätzung gewinnen. Gelingen kann das mit einer besseren Bezahlung. Gleichzeitig muss das geschlechterstereotypische Berufswahlverhalten durchbrochen werden, indem Mädchen und Jungen eine größere berufliche Vielfalt kennenlernen", forderte Wagener. "Diese beiden Punkte können dazu beitragen, eine ungleiche Entlohnung von Frauen und Männern zu überwinden und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, damit der Equal Pay Day bald der Vergangenheit angehört."