„Die Integrationsarbeit, die hier geleistet wird, ist unverzichtbar“

Die SPD-Abgeordneten aus Siegen-Wittgenstein, Willi Brase (MdB), Falk Heinrichs (MdL) und Tanja Wagener (MdL) halten die Integrationsarbeit des Kommunalen Integrationszentrums (KI) für unverzichtbar. Bei einem Informationsgespräch mit Landrat Andreas Müller und mit einigen KI-Vertreterinnen und -Vertretern konnten sich die SPD-Abgeordneten ein Bild über die Aufgaben der Einrichtung verschaffen.

Aufgabenschwerpunkte sind laut Leiterin Yvonne Partmann die Vernetzung zwischen Menschen, die Integrationsarbeit leisten sowie die Erarbeitung von Konzepten zur Förderung von Sprachbildung. Besonders beeindruckt zeigten sich die Abgeordneten vom Projekt „Rucksack-KiTa“, das vom KI Siegen-Wittgenstein begleitet wird. Das Eltern- und Sprachbildungsprogramm richte sich an Eltern mit Migrationshintergrund und ihre Kinder zwischen vier und sechs Jahren. „Die Kinder werden im Kindergarten in deutscher Sprache und zu Hause in der Herkunftssprache gefördert“, erklärte Yvonne Partmann. Die Rückmeldungen seien erfreulich positiv.

Außerdem kümmert sich das Kommunale Integrationszentrum um die Betreuung der schulpflichtigen Kinder neu zugereister Familien in Siegen. „Wir laden die Kinder zu Gesprächen ein und sind gemeinsam mit der Schulaufsicht beratend tätig, wenn es um die Einstufung der Kinder in die unterschiedlichen Schulformen geht“, erklärte KI-Mitarbeiterin Friederike Schlebusch.

Tanja Wagener unterstrich wie vorteilhaft sich eine Förderung von Mehrsprachigkeit auf den zukünftigen Bildungsweg der Kinder auswirkt. Grundsätzlich waren sich die Anwesenden einig, dass das Erlernen der Sprache der wichtigste Schlüssel für eine erfolgreiche Integration ist. Falk Heinrichs betonte, dass auch besonders die Mütter von der Sprachförderung profitieren. Denn für sie ist der Start in ein neues Leben in Deutschland häufig am schwersten.

Autorin: Shari Zöller