Nachhaltige Waldnutzung braucht Dreiklang aus Ökonomie, Ökologie und sozialer Belange

Trafen sich jetzt bei der Rentkammer in Bad Berleburg (v.l.n.r.): Annette Watermann-Krass, Gustav Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, Falk Heinrichs, Norbert Meesters, Inge Blask, Lothar Menn, Karl-Ludwig Völkel und Johannes Röhl.

Bad Berleburg/Düsseldorf. Auf Initiative des heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Falk Heinrichs waren jetzt die Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt der SPD-Landtagsfraktion Norbert Meesters, Annette Watermann-Krass und Inge Blask zu Gast bei der Wittgenstein-Berleburg‘schen Rentkammer. Empfangen wurden sie von Gustav Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, Johannes Röhl, dem Direktor der Rentkammer, und Kreislandwirt Lothar Menn.

Johannes Röhl und Prinz Gustav stellten die Rentkammer vor. Mit einer Betriebsgröße von über 13.000 ha ist die Rentkammer der größte private Forstbetrieb in NRW und gehört zu den größten in ganz Deutschland. Der jährliche Holzeinschlag liegt zwischen 80.000 m³ und 100.000 m³, davon sind ca. 80 % Nadelholz und ca. 20 % Laubholz. Rund 2/3 der Flächen sind mit Fichtenbeständen bewachsen, knapp 30 % mit Buchen. Der restliche Bestand setzt sich aus Eiche, Douglasie, Weißtanne, Lärchen und anderen Baumarten zusammen. Rund 4300 ha der Betriebsfläche sind als FFH- bzw. Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Zur Sprache kamen die zahlreichen freiwilligen Leistungen der Rentkammer für den Naturschutz, die erfolgreich zur Ansiedlung von geschützten Tierarten wie den Schwarzstorch, den Eisvogel oder den Schwarzspecht geführt haben. Auch haben sich in den natürlichen Gewässern im Gebiet der Rentkammer wieder Groppen und Neunaugen angesiedelt.

Thematisiert wurden ebenfalls die hohen Auflagen für die unter Naturschutz stehenden Betriebsflächen. Einig waren sich alle Gesprächsteilnehmer, dass eine nachhaltige Entwicklung der unter Naturschutz stehenden Wälder nur durch Umsetzung eines Dreiklangs aus ökonomischer Vernunft, ökologischer Vorgaben und sozialer Belange möglich ist.

Abgerundet wurde der Besuch in Bad Berleburg durch eine Exkursion in die Wittgensteiner Wälder. Hier konnten die Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt die Herausforderungen bei der Umsetzung der Auflagen für die Naturschutzgebiete vor Ort erfahren.