Gödecke: „Studierendenwerke verdienen volle Unterstützung“

Bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa trafen Landtagspräsidentin Carina Gödecke (2.v.l.) und Tanja Wagener (3.v.r.) mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden des Studierendenwerks Siegen, Heiko Thimm (r.), und Irina Blödel (2.v.r.), ebenfalls Studentin

Siegen. Auf Vermittlung der heimischen Landtagsabgeordneten Tanja Wagener traf Landtagspräsidentin Carina Gödecke (SPD) während ihres Besuchs in Siegen auch mit Heiko Thimm, dem Vorsitzenden des Verwaltungsrats des Studierendenwerks Siegen, und Irina Blödel, ebenfalls studentisches Verwaltungsratsmitglied, zusammen.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa des Studierendenwerks an der Uni Siegen ging es u.a. um die angespannte Wohnraumsituation für Studierende am hiesigen Hochschulstandort. Verwaltungsratsvorsitzender Heiko Thimm wies darauf hin, dass Siegen bei Wohnheimplätzen des Studierendenwerks weiterhin die niedrigste Versorgungsquote aller nordrhein-westfälischen Universitätsstädte aufweist. „Obwohl hier also erheblicher Handlungsbedarf besteht, kommt der geplante Neubau eines Studentenwohnheims auf dem Campus Adolf-Reichwein-Straße derzeit nicht voran, da die Universität, die in unmittelbarer Nachbarschaft einen Science-Campus errichten will, Bedenken geltend gemacht hat. Und das, obwohl das Grundstück im Eigentum des Studierendenwerks steht, dort schon ein Studentenwohnheim vorhanden und die Finanzierung der geplanten neuen Wohneinheit mit ca. 128 Plätzen bereits gesichert ist.“

Tanja Wagener (SPD-MdL) ergänzte, dass in letzter Zeit auch verschiedene Versuche des Studierendenwerks, im näheren Umfeld des neuen ‚Campus Unteres Schloss‘ Wohnheimplätze für Studierende zu schaffen, aus Gründen gescheitert seien, die das Studierendenwerk nicht zu vertreten habe. „Diese Situation ist äußert unbefriedigend“, unterstrich Wagener.

Landtagspräsidentin Carina Gödecke, die in ihrer Heimatstadt Bochum selbst dem Verwaltungsrat des Akademischen Förderungswerks an der Ruhr-Universität angehört, sagte zur Bedeutung der Studierendenwerke in Nordrhein-Westfalen: „Die Studierendenwerke erfüllen wichtige Aufgaben, um den sozialen Bedürfnissen der Studierendenschaft Rechnung zu tragen. Vor allem Studentinnen und Studenten aus finanziell weniger gut situierten Verhältnissen sind auf erschwingliche Wohnraum- und Verpflegungsangebote der Studierendenwerke angewiesen.“

Heiko Thimm und Irina Blödel kritisierten ferner, dass es nach dem Willen der Universität im Siegener Karstadt-Komplex – anders als zunächst geplant – keine Mensa geben wird. „Zwar zeichnet sich für uns jetzt eine kleinere Alternative am Obergraben ab. Die Kapazitäten der dort entstehenden Verpflegungsbetriebe des Studierendenwerks werden jedoch nicht ausreichen, wenn künftig, was ja geplant ist, weitere Teile der Universität in die Innenstadt verlagert werden“, so der Verwaltungsratsvorsitzende abschließend.