Förderbescheid für Wanderweg „Wasserstaaten“ überreicht

Im ‚Alten Flecken‘: Regierungspräsidentin Diana Ewert (r.) und Tanja Wagener (2.v.r.) mit den Vertreter/innen der Stadt Freudenberg, darunter der stv. Bürgermeister Daniel Knie (6.v.r.) und Baudezernent Karl-Hermann Hartmann (4.v.r.).

Freudenberg. Regierungspräsidentin Diana Ewert besuchte jetzt auf Anregung und in Begleitung der heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Tanja Wagener die Stadt Freudenberg.

Wenige Tage vor Weihnachten kam die Regierungspräsidentin nicht mit leeren Händen, sondern hatte einen Förderbescheid im Gepäck, den sie dem stellvertretenden Bürgermeister Daniel Knie und Baudezernent Karl-Hermann Hartmann überreichte, die Bürgermeisterin Nicole Reschke vertraten. Für die Einrichtung und Ausgestaltung des geplanten neuen Premium-Wanderweges „Wasserstaaten – Natur trifft Technik“, durch den das Gambachtal touristisch erschlossen werden soll, stellt das Land Nordrhein-Westfalen einen Zuschuss in Höhe von über 233.000 Euro zur Verfügung.

Diana Ewert erklärte: „Ich bin erfreut, dass Freudenberg damit zu den Gewinnern des Projektaufrufs ‚Erlebnis NRW – Tourismuswirtschaft stärken‘ gehört. Für die ausgewählten 55 Projekte in ganz Nordrhein-Westfalen stehen EU- und Landesmittel in Höhe von insgesamt rund 47 Millionen Euro zur Verfügung.“

Tanja Wagener (SPD-MdL) betonte, dass Freudenberg mit dem weit über die Grenzen unserer Region hinaus bekannten ‚Alten Flecken‘, seinen schmucken Dörfern und seiner landschaftlich reizvollen Umgebung über „erhebliche touristische Potenziale“ verfüge. Es gelte, diese künftig noch konsequenter zur Geltung zu bringen. „Der neue Wanderweg, der mit bereits bestehenden touristischen Attraktionen, darunter dem kürzlich erweiterten Technikmuseum, zu einem Gesamtsystem verknüpft werden soll, wird hier einen wichtigen Beitrag leisten.“

Daniel Knie, stellvertretender Bürgermeister, und Baudezernent Karl-Hermann Hartmann berichteten über das neue Leitbild für die künftige Entwicklung Freudenbergs, das der Rat der Stadt einstimmig verabschiedet hat. Dieses neue Leitbild beinhalte u.a. eine Kurskorrektur zugunsten der Tourismusförderung, die von jetzt an besonders forciert werden solle, so der Baudezernent. Der Tourismusstandort Freudenberg eigne sich mit seinen ausgedehnten Wäldern besonders für das Wandern und Radfahren.

In dem Gespräch mit Tanja Wagener und der Regierungspräsidentin betonten die Vertreter der Stadt zugleich, dass sich Freudenberg natürlich auch als Industriestandort behaupten wolle und müsse. Dafür würden auch neue Gewerbeflächen benötigt. Bezüglich des Areals ‚Wilhelmshöhe Nord‘ gelte es, eine möglichst einvernehmliche Lösung mit der Bevölkerung in den benachbarten Ortschaften zu finden.

Bei einem Rundgang durch den ‚Alten Flecken‘ nutzte Regierungspräsidentin Diana Ewert die Gelegenheit, eines der denkmalgeschützten Fachwerkhäuser zu besichtigen, das zurzeit grundlegend saniert wird. „Derartige Baumaßnahmen zur Erhaltung dieses einmaligen historischen Fachwerk-Ensembles werden vom Land NRW regelmäßig im Rahmen der Städtebauförderung bezuschusst. Dieses Geld ist sehr gut angelegt“, betonte Tanja Wagener (MdL) und lobte zugleich die erheblichen Eigenanstrengungen vieler privater Hausbesitzer.

Ebenfalls in Augenschein genommen wurden Gambachsweiher, Kurpark und Marktplatz. In Workshops, die von Experten der Uni Siegen begleitet werden, werden zurzeit Ideen für die notwendige Attraktivierung auch des Kurparks und des Marktplatzes entwickelt. Baudezernent Hartmann deutete an, dass die Stadt Freudenberg künftig erneut auf die Unterstützung des Landes angewiesen sein wird, um auch diese Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können.