„Ein wichtiger Player im Altkreis“

In Bad Berleburg traf sich der SPD-Landtagsabgeordnete Falk Heinrichs (Mitte) mit den Vorständen der Volksbank Wittgenstein, Kai Wunderlich (l.) und Kerstin Lauber (r.), zu einem gemeinsamen Gespräch.

Bad Berleburg. Falk Heinrichs, heimischer SPD-Landtagsabgeordneter, besuchte jetzt die Zentrale der Volksbank Wittgenstein. Seine Gesprächspartner waren die Vorstandsmitglieder Kerstin Lauber und Kai Wunderlich.

„Von Vereinen und Unternehmen in Wittgenstein höre ich immer wieder, dass die Volksbank hierzulande ein ganz wichtiger Player ist“, betonte Heinrichs und fügte hinzu: „Die Genossenschaftsbanken sind – wie übrigens auch die kommunalen Sparkassen – bodenständige, regional verwurzelte Geldinstitute. Für die Versorgung der regionalen Wirtschaft und auch der Bevölkerung mit notwendigen Finanzdienstleistungen sind sie aus meiner Sicht unersetzlich.“ Falk Heinrichs lobte zudem das Sponsoring der Volksbank Wittgenstein, durch das viele sinnvolle – vor allem auch ehrenamtliche – Initiativen, etwa im sozialen, kulturellen oder auch sportlichen Bereich, regelmäßig eine wichtige Unterstützung erfahren.

Kai Wunderlich und Kerstin Lauber wiesen darauf hin, dass die Geschichte ihrer Bank bis in das Jahr 1869 zurückreicht. „Diese lange Tradition verpflichtet. Wir möchten auch in Zukunft unseren Beitrag für eine weiterhin erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung des Altkreises Wittgenstein leisten“, unterstrichen die beiden Vorstände.

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass auch eine gute Verkehrsanbindung von zentraler Bedeutung für den künftigen wirtschaftlichen Erfolg der Region ist. Es sei daher sehr zu begrüßen, dass die komplette Route 57 in den ‚vordringlichen Bedarf‘ des neuen Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden ist. „Es war gut und entscheidend, dass sich alle maßgeblichen regionalen Akteure gemeinsam für dieses nunmehr erreichte Ziel eingesetzt haben. Das war die letzte Chance, die wir konsequent genutzt haben“, zeigte sich Falk Heinrichs (MdL) erfreut. Ebenso wichtig sei der Breitbandausbau für Gewerbe- und Wohngebiete, der in den kommenden Jahren von Bund und Land maßgeblich gefördert werde.

Auch sogenannte ‚weiche Standortfaktoren‘ – etwa eine intakte soziale Infrastruktur, eine gute medizinische Versorgung oder attraktive Angebote in den Bereichen Bildung und Kultur – seien künftig im Wettbewerb der Regionen um qualifizierte Fachkräfte und ihre Familien von zunehmender Bedeutung, hieß es in dem Gespräch, das Falk Heinrichs mit den beiden Bankvorständen führte, übereinstimmend. Es komme ferner darauf an, ansiedlungsbereite Menschen in geeigneter Form auf die Lebensqualität im ländlichen Raum aufmerksam zu machen, nicht zuletzt auf die niedrigeren Gundstückspreise als in den urbanen Ballungszentren.

Kerstin Lauber und Kai Wunderlich sprachen zudem die wachsende Bürokratie im Bankgeschäft – zum Beispiel die inzwischen bei Beratungsgesprächen geltenden umfassenden Dokumentationspflichten – an. „Der zunehmende bürokratische Aufwand bindet Zeit und Arbeitskraft, was den zeitlichen Spielraum für menschliche Kontakte wiederum einschränkt“, bedauerten die beiden Vorstandsmitglieder der Volksbank Wittgenstein. Falk Heinrichs erklärte dazu: „Ich verstehe, dass der mit der sicherlich nicht unwichtigen Bankenregulierung verbundene Aufwand gerade kleineren Häusern zu schaffen macht. Das gilt etwa auch für die bestehenden Meldepflichten der Kreditinstitute. Hier sollte jeweils die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben.“ Die beiden Vorstände der Volksbank Witttgenstein eG wünschen sich eine Regulierung mit Augenmaß, die auch die Bedürfnisse kleiner Banken berücksichtigt. „Wir sehen unsere Aufgabe in der Region als Partner unserer Kunden sowohl bei der Mittelstandsfinanzierung als auch im Privatkundengeschäft.“ Heinrichs sagte abschließend zu, in Gesprächen mit führenden Fachpolitikern auf dieses Problem hinzuweisen.