„Eine andere Welt als früher in der Fludersbach“

Falk Heinrichs (Mitte) informierte sich in der Kreisleitstelle in Weidenau. Seine Gesprächspartner waren Thomas Jung (l.), Leiter der Leitstelle, und Kreisbrandmeister Bernd Schneider (r.).

Siegen-Weidenau. Falk Heinrichs, heimischer SPD-Landtagsabgeordneter und Mitglied des Innenausschusses, informierte sich jetzt über die Arbeit der Kreisleitstelle in Weidenau. Seine Gesprächspartner waren Kreisbrandmeister Bernd Schneider und Thomas Jung, Leiter der Leitstelle.

„Das ist eine andere Welt als früher in der Fludersbach“, zeigte sich Heinrichs von den attraktiven Räumen und der technischen Ausstattung beeindruckt. Thomas Jung bestätigte, dass „unsere Arbeit sehr stark durch die moderne IT-Technik, die hier inzwischen eingesetzt wird, geprägt ist“. Man sei insbesondere auch auf eine enge und zuverlässige Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachfirmen angewiesen. Denn schließlich müsse die Wartung der technischen Ausrüstung rund um die Uhr gewährleistet sein. Das funktioniere aber bestens, betonte Jung.

Die eigentliche Zentrale, also das Herzstück der Kreisleitstelle, ist jederzeit mit feuerwehrtechnischen Beamten besetzt, die in drei Schichten arbeiten. Hier gehen alle Notrufe aus dem gesamten Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein ein und es werden die jeweils erforderlichen Rettungs- und sonstigen Maßnahmen eingeleitet. Mit den einzelnen Kommunen sind einheitliche Alarmierungsstandards vereinbart. Bei Großeinsatzlagen, etwa einem größeren Unwetter, treten zusätzlich die Einsatzleitung und der Krisenstab, letzterer unter Vorsitz des Landrats, in Aktion. Das Gebäude verfügt über eine Notstromversorgung, so dass die Leitstelle auch bei Stromausfällen voll einsatzfähig ist.

Falk Heinrichs (MdL) erklärte: „Das Geld, das der Kreis Siegen-Wittgenstein hier investiert hat, ist sehr gut angelegt. Diese Kreisleitstelle leistet jederzeit einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung im Siegerland und in Wittgenstein.“ Bernd Schneider betonte, dass regelmäßig auch sogenannte Stabsrahmenübungen stattfinden, durch die sich die Einsatzleitung, so gut das möglich sei, auf besondere Krisensituationen vorbereite. Schneider und Jung betonten zugleich, dass der Bedarf an Sofortmaßnahmen in den Akutphasen unterschiedlicher Schadenslagen grundsätzlich vergleichbar sei.

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass künftig vor allem auch die Gefahr von Cyberangriffen nicht unterschätzt werden dürfe. Diese wiederum könnten den Ausfall von Infrastruktur, z.B. eine Unterbrechung der Wasserversorgung, zur Folge haben. Kreisbrandmeister Bernd Schneider: „Angesichts solcher Gefahren sollten die Bürgerinnen und Bürger möglichst darauf eingestellt sein, etwa zwei Wochen autark zu leben.“

Auf Nachfrage des SPD-Landtagsabgeordneten bestätigte Schneider, dass die Kreisleitstelle schon seit einiger Zeit auch die sozialen Medien nutze, um die Bevölkerung über akute Gefährdungen und Schadenslagen zu informieren. So verfüge die Kreisleitstelle über ein eigenes Facebook-Account. Als Alarmsystem bewährt habe sich zudem „NINA“, eine App, auf die alle Benutzer eines Smartphones jederzeit zugreifen können. „Es ist gut, dass sich das Land Nordrhein-Westfalen für dieses stabil laufende System entschieden hat“, unterstrich Bernd Schneider.

Außerdem erkundigte sich Falk Heinrichs nach den Erfahrungen mit dem Digitalfunk, der für die Feuerwehren vor einiger Zeit flächendeckend eingeführt worden ist. Bernd Schneider lobte die Qualität der digitalen Funkgeräte und betonte, dass die Einführung des Digitalfunks zu einer deutlichen Verbesserung der Kommunikation geführt habe.

Der SPD-Landtagsabgeordnete nutzte die Gelegenheit, Kreisbrandmeister Bernd Schneider seine weiterhin volle Unterstützung der Feuerwehren im Kreisgebiet zuzusichern. „Die Freiwilligen Feuerwehren sind das größte Ehrenamt bei uns im Siegerland und in Wittgenstein. Der stetige Einsatz ihrer vielen aktiven Mitglieder in den einzelnen Kommunen und Ortschaften verdient großen Respekt und jederzeit das Maximum an öffentlicher Wertschätzung“, hob Falk Heinrichs abschließend hervor.