Willi Schepp 10. Preisträger der SPD-Auszeichnung

Verleihung der Schmidt-Nienhagen-Medaille 2018 mit Festredner Dr. Fritz Behrens

Wilnsdorf

Am 01. September wurde die bisher 10. Schmidt-Nienhagen-Medaille der SPD-Kreistagsfraktion an Willi Schepp aus Wilnsdorf verliehen. Zum Gedenken an Walter Nienhagen und Hermann Schmidt wird die Medaille seit 2010 einmal jährlich an Persönlichkeiten aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein verliehen, die sich durch besonderes ehrenamtliches Engagement verdient gemacht haben.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Michael Sittler, erinnerte in seiner Begrüßung an die Entstehungsgeschichte der Medaille und die herausragende Bedeutung der beiden Namensgeber für den Kreis.

Zu den zur Feierstunde erschienenen Gratulanten gehörten neben dem Festredner und Staatsminister a.D. Dr. Fritz Behrens auch der SPD-Unterbezirksvorsitzende Willi Brase, die stellvertretende Landrätin Waltraud Schäfer, Netphens Bürgermeister Paul Wagener und der erste Beigeordnete der Gemeinde Wilnsdorf Helmut Eich sowie die Mitglieder der Kreistagsfraktion und zahlreiche Weggefährten des Ortsvereins Wilnsdorf.

Der Fraktionsvorsitzende der Wilnsdorfer SPD-Ratsfraktion Hannes Gieseler erinnerte in seiner Laudatio an die zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten, die Willi Schepp seit zum Teil über fünf Jahrzehnten ausübte, darunter die Mitgliedschaft in zahlreichen Vereinen,  sein Engagement im Sozialausschuss des Kirchenkreises Siegen und der Kirche von Westfalen und als Ratsmitglied der Gemeinde Wilnsdorf. Als Ortsvorsteher in Dielfen verlieh er der SPD vor Ort über dreißig Jahre hinweg ein Gesicht. Willi habe sich stets für die Rechte derer eingesetzt, die dies nicht selbst tun konnten, so z.B. bei seinem Engagement gegen Sonntagsöffnungen im Einzelhandel und für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. „Mit Willi Schepp dürfen wir einen großartigen Mann ehren“, so Gieseler.

Staatsminister a.D. Dr. Fritz Behrens betonte in seiner Festrede die Bedeutung des Ehrenamtes in der Gesellschaft. Das bürgerschaftliche Engagement sei auch heute noch eine Erfolgsgeschichte, da sich rund 31 Mio. Bürger ehrenamtlich engagieren. Dabei sei auch der Staat in der Verantwortung und müsse das Ehrenamt unterstützen, dabei seine eigenen Aufgaben aber nicht abgeben. Ohne das vielfältige ehrenamtliche Engagement wäre die Gesellschaft ärmer betonte Fritz Behrens. Es sei wichtig, sich in der heutigen Zeit zu engagieren, auch bei der Bekämpfung von Rechtspopulismus. „Wehret den Anfängen“ riet er den Zuhörern eindringlich.

Preisträger Willi Schepp bedankte sich sichtlich gerührt für die Auszeichnung. Er sei immer Indianer und nie Häuptling gewesen und habe nicht mit Dank oder Auszeichnungen für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten gerechnet. Als junger Mensch in der Nachkriegszeit habe er nach Vorbildern gesucht, sein Vater sei im Krieg gefallen. Damals hätten ihn zunächst Gustav Heinemann beeindruckt und dann Hermann Schmidt’s Gradlinigkeit und „andere Politik“. Sowohl mit ihm als auch Walter Nienhagen habe er sich gemeinsam engagiert und beide persönlich kennenlernen können. Daher freue es ihn besonders eine Auszeichnung zu bekommen, die in ihrem Andenken stehe.

Abgerundet wurde die Feierstunde mit musikalischen Darbietungen des Geigers Anar Ibrahimov, Mitglied der Philharmonie Südwestfalen, der virtuos klassische Geigenkompositionen darbot, einige davon gekonnt kombiniert mit modernem Pop-Rock-Sound.

Abschließend wurden noch die Gewinner der Insektenhotels gezogen, die die Frage nach der ersten Preisträgerin der Schmidt-Nienhagen-Medaille mit Renate Stolz richtig beantwortet hatten.

Insektenhotel Bild: Richard Flender

Diese sind:

Heinrich Nölling, Reinhard Sticker, Markus Freiberger, Gerhard Walle, Paul Jakob Seelbach, Conny Bertelmann, Liesel und Wolfgang Wilke, Siegfried Dorn, Cornelia Dellori

Die Gewinner bekommen ihre Insektenhotels im Laufe der nächsten Woche von einem Mitglied der Kreistagsfraktion nach Hause gebracht.