„Polizei in Siegen-Wittgenstein ist gut aufgestellt“

Siegen-Weidenau. Mitglieder des Kreisvorstands der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK), darunter Vorsitzender Falk Heinrichs und Geschäftsführer Steffen Löhr, besuchten jetzt gemeinsam mit zahlreichen weiteren Kommunalpolitikerinnen und -politikern aus dem ganzen Kreisgebiet die Kreispolizeibehörde in Weidenau. Gesprächspartner der Besuchergruppe war Polizeihauptkommissar Uwe Weinhold.

 

Besichtigt wurden der Fuhrpark der Behörde sowie Teile des Polizeigebäudes, das vor etwa 20 Jahren neu gebaut und eingeweiht wurde. Nach einem kurzen Blick in die Zellen für den polizeilichen Personengewahrsam galt das besondere Interesse der Gäste der Schießanlage im Keller des Gebäudes. Die Ende der neunziger Jahre vom damaligen NRW-Innenminister Dr. Fritz Behrens (SPD) eingeweihte Anlage ist nach wie vor eine der modernsten Einrichtungen dieser Art, die seinerzeit über die Grenzen des Landes hinaus Maßstäbe gesetzt hat. Auch dank ihrer insgesamt mehr als zufriedenstellenden Sachausstattung (Gebäudeinfrastruktur, technische Ausstattung usw.) sei die Polizei im Kreis Siegen-Wittgenstein gut aufgestellt, betonte Uwe Weinhold. Dafür hätten sich unsere Oberkreisdirektoren und Landräte bis in die heutige Zeit über alle Parteigrenzen hinweg stets engagiert und mit voller Kraft eingesetzt, fügte der Polizeihauptkommissar anerkennend hinzu. Allerdings sei das Weidenauer Gebäude mittlerweile zu klein, so dass jetzt über einen Neubau auf einem dafür geeigneten Grundstück im Siegener Stadtgebiet nachgedacht werde.

 

Falk Heinrichs, der als Abgeordneter bis 2017 dem Innenausschuss des Landtags angehört hat, erklärte: „Unsere heimische Polizei ist nicht nur sehr gut aufgestellt, sondern leistet auch hervorragende Arbeit. Die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein verzeichnet eine überaus hohe Aufklärungsquote bei Straftaten und schneidet auch bei der durchschnittlichen Einsatzreaktionszeit bestens ab. Wir leben im Siegerland und in Wittgenstein nach wie vor in einer der sichersten Regionen Nordrhein-Westfalens.“ Polizeihauptkommissar Uwe Weinhold ergänzte, dass zu der – objektiv betrachtet – günstigen Sicherheitslage in unserer Region natürlich auch die noch weitgehend intakten Sozialstrukturen, zumal in den ländlich geprägten Bereichen des Kreisgebiets, beitragen. ‚Rechtsfreie‘ Zonen gebe es in Siegen-Wittgenstein und auch anderswo übrigens nicht, stellte der langgediente und erfahrene Polizeibeamte unmissverständlich klar.

 

Weinhold berichtete den SPD-Kommunalpolitikern ferner über seine Arbeit als Einstellungsberater der Kreispolizeibehörde. Es sei gut und wichtig, dass in Nordrhein-Westfalen schon seit einiger Zeit Jahr für Jahr wieder mehr junge Polizistinnen und Polizisten eingestellt und ausgebildet werden, nachdem es zuvor eine Phase des Personalabbaus gegeben hatte. Nur durch die Einstellung zusätzlicher Beamtinnen und Beamten könne der wachsenden Leistungsverdichtung wirksam begegnet werden, die eine Folge steigender Einsatzzahlen, aber nicht zuletzt auch zunehmender bürokratischer Anforderungen sei. Die Nachwuchsgewinnung gestalte sich aber mitunter schwierig, da die Qualität und das Bildungsniveau heutiger Bewerberinnen und Bewerber teilweise nicht optimal seien.

 

Wie fordernd und anspruchsvoll der Polizeiberuf ist, demonstrierte Uwe Weinhold auf eindrucksvolle Weise, indem auf der Schießanlage unter Mitwirkung der Gäste einige brenzlige Einsatzsituationen simuliert wurden. Es wurde schnell deutlich, dass es jederzeit passieren kann, dass Polizeibeamte unter größtem Stress und in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen müssen, bei denen es um Leben oder Tod geht. Polizistinnen und Polizisten wüssten in einer Zeit, die durch terroristische Bedrohung, aber auch generell zunehmende Gewaltbereitschaft und Respektlosigkeit geprägt sei, nie, was sie bei ihren Einsätzen konkret erwartet, betonte der Polizeihauptkommissar abschließend.

 

Falk Heinrichs dankte Uwe Weinhold für die gewährten interessanten Einblicke und sicherte der heimischen Polizei weiterhin die volle Unterstützung der SPD-Fraktionen in den kommunalen Parlamenten unseres Kreisgebiets zu.