SPD fordert zweigleisigen Ausbau und KLV-Ertüchtigung der Siegstrecke

Der Kreisausschuss Siegen-Wittgenstein fordert das Bundesverkehrsministerium auf, schnellstmöglich die DB Netz AG mit der Planung für den vollständigen zweigleisigen Ausbau und der KLV-Ertüchtigung (Kombinierter Ladeverkehr) der Bahnstrecke Köln – Siegen (Siegstrecke) zu beauftragen. Diese Resolution wurde im letzten Kreisausschuss am Freitag, 30. April, einstimmig verabschiedet.

Dies beinhaltet den zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Siegen und Köln sowie die Ertüchtigung der Tunnel für den kombinierten Ladeverkehr. Es ist in Fachkreisen unbestritten, dass der mit dieser Resolution geforderte Ausbau der Siegstrecke die zeitnächste und effizienteste Möglichkeit ist, um insbesondere auf der linken Rheinstrecke Kapazitäten für zusätzlichen Personenverkehr im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und im Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) zu schaffen. 

Die Bahnstrecke Köln – Betzdorf – Siegen ist eine überregional wichtige Schienenverbindung in NRW und Rheinland-Pfalz für den SPNV und den Schienengüterverkehr. Sie dient als Verbindung zwischen Köln und Siegen und als wichtiger Anschluss an das überregionale Schienennetz. Die Länge der Strecke beträgt rund 100 Kilometer.

Mit der Ertüchtigung würden wir einen weiteren Schritt gehen, um die Klimaziele zu erreichen, weil sowohl der Personenverkehr als auch der Güterverkehr von der Ertüchtigung profitieren würden.

Der Ausbau ist im aktuellen Bundesverkehrswegeplan vorgesehen, deshalb fordern wir vom Bundesverkehrsministerium, dass die Planungen schnell in Auftrag gegeben werden.

Hintergrund:

Im Jahr 1945 wurden zahlreiche Eisenbahnbrücken, die über die Sieg führten, zerstört. Der Wiederaufbau ist damals nicht überall zweigleisig erfolgt, so dass die Strecke zwischen den Bahnhöfen Blankenberg und Merten sowie den Bahnhöfen Schladern und Rosbach bis heute nur eingleisig ist. Diese eingleisigen Abschnitte verhindern es, dass Mehrverkehre auf die Siegstrecke verlagert werden können und wirken sich im Fall von Betriebsstörungen regelmäßig erschwerend auf die Betriebsführung aus. Auch Verspätungen können durch diese Engpässe nur sehr schwer ausgeglichen werden.