Wenn die Politik dem Sport vor Ort hilft

 

Was ist erlaubt, was ist verboten? In Zeiten sich ständig verändernder Verordnungen und Gesetze rund um das Thema Pandemie sind lokale Unternehmen ohne fachkundigen Rat oft überfordert, wenn es um Fragen der Betriebserlaubnis geht.

Besonders vom andauernden Lockdown betroffen ist der Sportbetrieb. Einer von vielen, der seit November letzten Jahres in seiner Sportschule keinen Unterricht mehr anbieten durfte, ist der Olper Taekwon-Do Trainer Ludwig Brutzer. Jetzt wandte er sich auch im Namen anderer Sportschulen an die heimische Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari (SPD) mit Betreuungswahlkreis Siegerland, um von ihr quasi aus erster Hand zu erfahren, warum in seiner Sportschule der kontaktlose Sport nicht angeboten werden darf.

Völlig überrascht, auch weil er nach eigener Aussage in der Vergangenheit auf entsprechende Nachfragen bei den örtlichen Behörden immer nur Absagen erhalten hatte, erfuhr er von Nezahat Baradari, dass beispielsweise auf dem zur Sportschule gehörenden Parkplatz an der Olper Bruchstraße durch einen Trainer jeweils bis zu 5 Kinder im Alter von bis zu 14 Jahren trainiert werden dürfen. Die jüngsten Gesetze würden jedenfalls kein entsprechendes Verbot für derartige sportliche Betätigung unter freiem Himmel vorsehen.

Für Ludwig Brutzer eine erfreuliche Auskunft, denn jetzt kann er mit Ehefrau Alexandra und Sohn Mathis unter Beachtung der entsprechenden Coronaschutzregeln jeweils 5 Kinder zeitgleich trainieren. Das bestätigte ihm schließlich telefonisch auch das Olper Ordnungsamt.

Ludwig Brutzer bietet in seiner Sportschule, die er seit 1988 in Olpe und seit August letzten Jahres in neuen Räumen an der Bruchstraße betreibt, das traditionelle Taekwon-Do, Kickboxen und Yoga an.

Nezahat Baradari freut es, dass Sportschulen nun in kleinen Schritten wie mit dem Outdoortraining den Kindern und Jugendlichen wieder eine Freizeitgestaltung ermöglichen können. In Ludwig Brutzers Sportschule wurden vor November 2020 wöchentlich bis zu 200 Kinder trainiert. Sie alle werden wohl ab der kommenden Woche mit viel Freude wieder ein Training absolvieren.

Nezahat Baradari versprach Ludwig Brutzer, sich in Berlin weiter auch um die Belange der Sportanbieter einzusetzen.

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