„Europäisches Parlament beschließt wichtige Investitionen in die Jugend!“

Deutlich mehr Geld für ERASMUS

Das europäische Förderprogramm für den Studierenden- und Auszubildendenaustausch, Jugendbegegnungen und Praktika im Ausland wird bis Ende 2027 mit nahezu doppelt so viel Geld wie in den zurückliegenden sieben Jahren ausgestattet sein. Damit macht das Europäische Parlament den Weg frei für den vielleicht größten Sprung in der Geschichte dieses Projektes: Bis 2027 stehen nun fast 13 Milliarden Euro mehr zur Verfügung als in der ausgelaufenen Sieben-Jahres Periode. Insgesamt dürfen 26,2 Milliarden Euro ausgegeben werden.

Petra Kammerevert, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten, begrüßt daher den Beschluss: „Geschätzte neun bis zehn Millionen junge Europäerinnen und Europäer werden in den kommenden sieben Jahren von ERASMUS+ profitieren. Der Studierendenaustausch wird weiter in gewohnt guter Qualität und Dauer stattfinden. Zudem wird jungen Menschen der Zugang zum Programm deutlich erleichtert. Erstmals nimmt das Programm wahr, dass es sehr ungleiche Zugänge zu Bildung gibt. Die EU-Mitgliedstaaten werden aufgerufen, durch verpflichtende, nationale Aktionspläne Anstrengungen zu unternehmen, zum Beispiel unter Zuhilfenahme des Europäischen Sozialfonds. Nur so kann ERASMUS+ auch Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Hintergründen sowie aus entlegenen europäischen Regionen erreichen und diesen die Programmteilnahme ermöglichen.“

Mit der Entscheidung des Europäischen Parlamentes, tritt das neue ERASMUS+ Programm rückwirkend zum 1. Januar 2021 in Kraft und schließt somit nahtlos an das Vorgängerprogramm an. Profitieren können neben Studierende nun auch sehr viel mehr Auszubildende. Neuerdings werden ebenso für lernende Erwachsene grenzüberschreitende Austausche möglich sein.

Darin sieht Nezahat Baradari, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis „Olpe – Märkischer Kreis I“ mit Betreuungswahlkreis Siegerland und zuständige Berichterstatterin im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union, auch eine Chance für die Region: „In der Industrieregion Südwestfalen gibt es viele Auszubildende, für die dieser Beschuss eine tolle Möglichkeit bietet von ERASMUS+ zu profitieren. ERASMUS+ macht Europa für sie nun noch leichter erfahrbar. Im Rahmen ihrer Ausbildung können junge Menschen mithilfe des Austauschprogramms nun viele neue Kontakte über Grenzen hinweg knüpfen und Erfahrungen in den teilnehmenden Ländern sammeln. Dies gilt auch für Organisationen wie Schulen, Jugendverbände und Sportvereine. Sie können sich nun dank kleinerer Partnerschaften und vereinfachter Beantragung von Zuschüssen leichter bewerben. Mit ERASMUS+ beschließt das Europäische Parlament somit wichtige Investitionen in die Jugend. Und das gilt auch für die Jugendlichen in Südwestfalen!“