Lebensqualität im ländlichen Raum verbessern

Vertreterinnen und Vertreter der SPD Siegen-Wittgenstein mit Prof. Dr. Volker Wulf vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum der Universität Siegen.

SPD Siegen-Wittgenstein im Gespräch mit Uni Siegen

Innovativ, leistungsfähig, sozial: Die Zukunft des ländlich industrialisierten Raums war jetzt Thema eines Treffens zwischen Vertreterinnen und Vertretern der SPD Siegen-Wittgenstein und des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums um Prof. Dr. Volker Wulf. Die Entwicklung der Region hängt wesentlich davon ab, dass Arbeit, Wirtschaft und Umwelt zusammen gedacht und sozialverträglich ausgestaltet werden, so der gemeinsame Nenner.

„Um die Transformationsprozesse zu Gunsten der Menschen in Südwestfalen zu gestalten, sind Lösungsansätze zu erarbeiten, die spezifisch für den ländlichen industrialisierten Raum sind“, erklärt Prof. Wulf, der auch Prorektor für Regionales und Digitales an der Universität Siegen ist. Für ihn stehen dabei immer die Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Die Aufgabe ist klar: Gemeinsam mit der Belegschaft den Wandel von analog zu digital zu vollziehen. Dazu gehört auch, Qualifizierungskonzepte zu entwickeln, welche auch aktuell weniger qualifizierte Beschäftigte mitnimmt. Für die SPD geht das nur sozialpartnerschaftlich: „Die Fachkräfte müssen bei der Weiterentwicklung ihres Arbeitsplatzes gefragt und eingebunden werden, ihnen muss zudem die Möglichkeit der Qualifizierung gegeben werden. Dafür schaffen wir im Bund den Rechtsanspruch auf Fortbildung und Qualifizierung im Wandel“, erklärt die Bundestagskandidatin Luiza Licina-Bode.

Weiterbildung für alle mit regionalem Netzwerk

SPD-Landtagskandidat Samir Schneider, der den Antrag zur Stärkung der Industrieregion Südwestfalen mitgeschrieben hat, untermauert dies: „Mittelfristig muss ein gesetzlicher Anspruch auf Weiterbildung für alle kommen.“ Wichtig seien zudem regionale Kooperation und Austauschmöglichkeiten. Südwestfalen ist eine Region mit vielen mittelständischen Unternehmen, aber einige haben aufgrund mangelnder Forschungsaktivitäten nicht die Möglichkeit, die technologischen und ökologischen Herausforderungen der Zukunft, ihre Produkte kundengerecht weiterzuentwickeln. Die Lösung: „Wir müssen die gemeinschaftlichen Bildungs-, Weiterbildungs- und Forschungseinrichtungen durch das regionale Netzwerk stärken“, so Schneider.

Diese Forschungs- und Kooperationsfelder, die zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum beitragen, werden im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum abgedeckt. Auch ein Besuch im Fab Lab Siegen zeigte eindrucksvoll, wie digitalisierte und kreative Lösung von unterschiedlichsten Professionen gemeinsam gedacht werden können. Und so hat sich das Team um Prof. Wulf und die SPD-Delegation darauf verständigt, im engen Austausch zu bleiben und die Weichen zu stellen, damit Südwestfalen „Know How“-Region bleibt mit hervorragend qualifizierten Mitarbeitenden in zukunftssicheren innovativen Unternehmen.