Unser 7-Punkte-Plan für die Talbrücke Rahmede auf der A45

Talbrücke Rahmede bei Lüdenscheid auf der A 45. Bild: Stadt Lüdenscheid

Die Sperrung der A45 zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord bedeutet einen enormen Einschnitt für die Menschen und Unternehmen in Siegen-Wittgenstein. Die A45 ist die wichtigste Nord-Süd-Achse für unsere Region – vor allem auch für den LKW-Verkehr. Die Sperrung der Talbrücke Rahmede bringt bereits weitreichende Einschränkungen und Mehrbelastungen für die Industrieregion Südwestfalen mit sich. Eine jahrelange Stilllegung der Brücke für den LKW-Verkehr würde einen hohen wirtschaftlichen Schaden bedeuten, für die heimische Wirtschaft generell (Just-In-Time-Lieferungen) und insbesondere für die zahlreichen national und international agierenden Speditions- und Logistikunternehmen unseres Raumes. Auch die vielen Pendler aus und in Richtung Siegen-Wittgenstein nutzen die A45 als tägliche Route. Mit Blick auf den ohnehin schon vorhandenen Fachkräftemangel gilt es an dieser Stelle schnelle Lösungen zu erarbeiten. 

Diese Punkte fordern wir

Die Kreistagsfraktionen von SPD und CDU fordern daher eine schnelle Bearbeitung der folgenden Punkte zusammen mit Bund, Länder, Kreisen und Städten/ Gemeinden in Südwestfalen:

1. einen regelmäßigen Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, IHK in Südwestfalen, Straßen NRW, Autobahn GmbH, den Kreisen und Kommunen sowie den Abgeordneten aus Land und Bund („runder Tisch“),

2. ein Neubau der Talbrücke Rahmede muss höchste Priorität im Bund und im Land NRW haben; hierzu bedarf es eines maximal beschleunigten Planungs-und Genehmigungsverfahrens,

3. eine großräumige Bekanntmachung von möglichen Ausweich- und Umfahrungsrouten, um Stau- und Zeitverzögerungen möglichst zu vermeiden und Pendlerinnen und Pendlern Alternativen aufzuzeigen,

4. Lösungen für die Unternehmen in Siegen-Wittgenstein mit Verlegung von Gütern von der Straße auf die Schiene, da wo das möglich ist,

5. soweit dies noch nicht geschehen ist, sollen unverzüglich alle Brücken entlang der A45 auf ihre Statik untersucht werden, um eventuell drohende weitere Sperrungen frühzeitig zu ermitteln und dementsprechend im regionalen Straßennetz von Bundes-, Landes-, Kreis- und Kommunalstraßen einen regionalen „Mobilitäts-Krisenplan“ zu erstellen, der auch die Einsatzpläne und Erreichbarkeitszeiten z.B. von Rettungsdiensten berücksichtigen muss,

6. die möglichst schnelle Wiederinbetriebnahme der Ruhr-Sieg-Strecke, um mehr Güter auf die Schiene zu bekommen und eine wichtige Wirtschaftsachse wieder nutzen zu können. Es ist zu erörtern, inwieweit auch die Kreisbahn mit dem Terminal in Kreuztal Abhilfe schaffen bzw. unterstützen kann,

7. eine Bundesratsinitiative der NRW-Landesregierung zur Beschleunigung viel zu langer Planungsverfahren, insbesondere bei überregional bedeutsamen Infrastrukturprojekten; dabei kann eine Evaluierung und ggf. Reaktivierung des sogenannten „Verkehrswegeausbeschleunigungsgesetzes“ geboten sein, das nach der Wiedervereinigung 1990 einen sehr schnellen Ausbau der Infrastruktur in den „neuen Bundesländern“ ermöglichte.

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