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„Stadt-“ und „Schulradeln“ in Siegen-Wittgenstein

Der Kreis macht vom 28. Mai bis zum 17. Juni 2022 bei der Aktion mit

1.208 Siegerländer und Wittgensteiner haben im vergangenen Jahr bei der Aktion „Stadtradeln“ mitgemacht. Gemeinsam haben sie 248.451 Kilometer zurückgelegt und damit rund 38 Tonnen CO2 eingespart. In diesem Jahr sind die Städte und Gemeinden sowie der Kreis zum zweiten Mal bei dieser bundesweiten Aktion dabei. „Und ich bin überzeugt, dass sich 2022 noch mehr Menschen beteiligen und für den Umwelt- und Klimaschutz in die Pedale treten werden“, sagt Landrat Andreas Müller sehr zuversichtlich.

Noch vor den Sommerferien steht Siegen-Wittgenstein erneut ganz im Zeichen des Fahrradfahrens. Vom 28. Mai bis zum 17. Juni geht es darum, in Teams möglichst viele Kilometer CO2-arm mit dem Rad zurückzulegen. Beim „Stadtradeln“ werden deutschlandweit die fahrradaktivsten Kommunen und vor Ort die besten Teams und Radler gekürt.

Möglichst viele Kilometer auf dem Rad sammeln

Im vergangenen Jahr wurden in der einwohnerstärksten Stadt des Kreises, in Siegen, die meisten Kilometer erradelt: 74.940 Kilometer. Die meisten Kilometer pro Einwohner konnten die Freudenberger für sich verbuchen: 2,57 Kilometer pro Einwohner. Bei den Damen war Sabrina Six aus Erndtebrück die Siegerin in der Einzelwertung: mit 1.627 Kilometern.  Bei den Männern hatte Andreas Wolf die Nase vorne: Täglich von Wilnsdorf nach Siegen zur Arbeit und am Wochenende Touren in die Natur – so kamen bei ihm in den drei Wochen herausragende 1.897 Kilometer zusammen. Das erfolgreichste Team war der CVJM Büschergrund mit 14.264 Kilometern bei 53 aktiven Radlerinnen und Radlern.

Zeitgleich findet auch in diesem Jahr neben dem „Stadtradeln“ wieder das „Schulradeln“ statt. Hier geht es darum, gemeinsam im Schulverbund möglichst viele Kilometer zu sammeln, um so die fahrradaktivsten Klassen und Schulen zu ermitteln. Dazu gibt es ergänzend eine gesonderte Auswertung im Rahmen des Landeswettbewerbs Schulradeln NRW, in der sich die Schulen landesweit miteinander messen.

Fahrradfahren erlebt Boom

„Das Fahrradfahren erlebt bei uns einen außergewöhnlichen Boom. Nicht erst seit die Kraftstoffpreise durch die Decke gehen“, sagt Andreas Müller: „Insbesondere die E-Bikes haben dazu geführt, dass auch unsere Mittelgebirgslandschaft nicht mehr vom Umstieg auf den Sattel abschreckt“, so der Landrat: „Mit unserem kreisweiten Radverkehrskonzept wollen wir mittelfristig ein Radwegenetz von über 850 Kilometern Länge schaffen, das unsere elf Städte und Gemeinden miteinander verbindet. Aber auch jetzt kann man bereits im Alltag viele Strecken mit dem Rad zurücklegen – ob zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit. Dafür wollen wir mit der Teilnahme am ‚Stadtradeln‘ werben und möglichst viele motivieren, es einmal auszuprobieren – für die eigene Fitness, die Gesundheit und den Klimaschutz.“

So radelt man mit

Unter „www.stadtradeln.de/registrieren“ können sich alle, die mitmachen wollen, ab sofort bei ihrer Stadt, Gemeinde oder beim Kreis registrieren. Dadurch sind die Teams sowohl auf der Kommunen- als auch auf der Kreisebene sichtbar. Wer mitradeln will, muss einem bereits vorhandenen Team beitreten oder ein eigenes Team gründen. Wer gründet, ist zunächst automatisch Team-Captain. „‘Teamlos‘ radeln ist nicht möglich – aber schon zwei Personen bilden ein Team“, sagt Markus Menn, Stabsstellenleiter Wirtschaftsförderung, Klimaschutz und Mobilität beim Kreis: „Alternativ kann man auch einem ‚offenen Team‘ beitreten, das es in jeder Kommune und beim Kreis gibt. Über die Stadtradel-App können dann die zurückgelegten Kilometer getrackt und der eingesparte CO2-Ausstoß ermittelt werden“, erläutert Menn die technische Umsetzung des Wettbewerbs. Aber man kann auch ohne App teilnehmen und seine Kilometer ins Webportal eintragen.

Sonderkategorie „Stadtradeln-Star“

Für besonders motivierte Radfahrer gibt es die Sonderkategorie „Stadtradeln-Star“. Die „Stars“ verpflichten sich, 21 Tage lang komplett aufs Auto zu verzichten – Fahrten mit dem ÖPNV sind aber erlaubt. Die „Stadtradel“-Macher appellieren insbesondere an Kommunalpolitiker, als „Stadtradel-Stars“ an den Start zu gehen, um so ihre Kommune ganz besonders zu repräsentieren und auf der Straße einen hautnahen Eindruck von der Radfahrinfrastruktur in ihrer Kommune zu erhalten. Vor diesem Hintergrund gibt es beim „Stadtradeln“ auch eine eigene Wertung für Kommunalpolitiker, bei der am Ende bundesweit die Kommunalparlamente mit den aktivsten Radlern ausgezeichnet werden.

Im Rahmen von „Stadtradeln“ 2022 wird es auch wieder eine Reihe von Veranstaltungen geben. Diese werden rechtzeitig vor Beginn auf den Stadtradel-Seiten der Städte und Gemeinden und auf www.siegen-wittgenstein.de/stadtradeln veröffentlicht.

Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein