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Amprion: SPD steht an Seite der Bürgerinitiativen

Seit sechs Jahren wehren sich Bürgerinitiativen gegen die geplante 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Kruckel – Dauersberg, vor allem im Bereich Junkernhees und Meiswinkel. Nun steht seit einigen Wochen der Planfeststellungsbeschluss fest, Amprion könnte jederzeit mit dem Bau der Anlage beginnen. Die SPD Siegen-Wittgenstein nimmt diesen Planfeststellungsbeschluss nicht ohne weiteres hin. Die Sozialdemokraten stellen sich hinter die Interessen der Bürgerinitiativen Meiswinkel und Junkernhees und auch hinter die Haltung der Städte Siegen und Kreuztal.

„Wir können diese Haltung von Amprion überhaupt nicht nachvollziehen“, so Karl Ludwig Völkel, Co-Vorsitzender der SPD Siegen-Wittgenstein. Amprion will die mögliche Alternativroute, die sowohl die Städte als auch die Bürgerinitiativen bevorzugen, in seinen Planungen nicht berücksichtigen. „Die Alternativtrasse ist auch aus unserer Sicht die bessere Lösung. Sie rückt deutlich von der Bebauung ab. Wir werden bis zum Schluss dafür kämpfen“, erklärt Völkel.

Umspannwerk ein Schandfleck für die Natur

Auch der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik, Falk Heinrichs, vertritt diese Meinung. Heinrichs hat schon in seiner Zeit als Landtagsabgeordneter an der Seite der Bürgerinitiativen gestanden und für deren Interessen in Düsseldorf gekämpft. „Vor allem das geplante Umspannwerk in Junkernhees ist mir ein großer Dorn im Auge. Das wäre ein Schandfleck für die schöne Natur im Heestal“, bezieht der ehemalige Landespolitiker klar Stellung.

Die SPD-Ratsfraktion Kreuztal signalisiert bereits, dass sie die Verwaltung unterstützen, sollte es zu Klagen kommen. „Wir ziehen alle an einem Strang“, sagt Jochen Schreiber, Fraktionsvorsitzender. Der Siegener Fraktionschef Detlef Rujanski wird sogar noch etwas deutlicher: „Diese Arroganz der Macht von Amprion und auch der Bezirksregierung kann man nicht mehr länger dulden. Wir unterstützen die Bürgerinitiative Meiswinkel so gut wir können.“