Klimaneutral mit Energiemanagementsystem

Kreishaus Siegen-Wittgenstein
Kreishaus Siegen-Wittgenstein Bild: Sarah Rubens

SPD-Kreistagsfraktion beantragt Einführung eines Energiemanagementsystems für den Kreis

Die SPD-Kreistagsfraktion Siegen-Wittgenstein beantragt die Einführung eines kommunalen Energiemanagementsystems (EMS) der kreiseigenen Liegenschaften. Dieser Antrag soll im kommenden Ausschussblock sowie im Kreistag diskutiert und beschlossen werden.

Bislang ist der Verbrauch der kreiseigenen Gebäude wie zum Beispiel der Kreissporthalle, den Berufskollegs, Rettungswachen oder Verwaltungsgebäuden lediglich über die Abrechnungen der Energieversorger abzuleiten. „Eine detaillierte Auswertung des Verbrauchs, die mögliche Schwachstellen wie etwa undichte Fenster oder einen erhöhten Stromverbrauch aufzeigt, ist damit nur bedingt möglich“, sagt Julian Maletz, Geschäftsführer der SPD-Kreistagsfraktion.

Klimaneutralität bis 2035

EMS werden in anderen Landes- und Bundesbehörden bereits angewendet. Laut Berichten können mit ihnen Energie- und Wasserkosten um bis zu 20 Prozent gesenkt werden. „Die Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein hat sich in dem 2021 verabschiedeten Leitbild zum Klimaschutz verpflichtet, bis 2035 klimaneutral zu sein – ein Energiemanagementsystem kann dabei helfen“, sagt Michael Sittler, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Mit dem System können Treibhausemissionen gesenkt und Kosten eingespart werden. „Langfristig können Gebäude optimiert werden – beispielsweise durch die Erneuerung von Fenstern oder den Wechsel des Energieträgers. Der Kreis kann hier eine Vorreiterrolle für das Einsparen von Energie einnehmen – gerade in der aktuellen Zeit ist das ein gutes Zeichen an die Bürgerinnen und Bürger“, so Fraktionsgeschäftsführer Maletz.

Die Einführung eines EMS wird laut Angaben der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert. Benötigte Software, Messtechnik sowie eine Personalstelle erhalten eine Förderquote von 70 Prozent.