Schmidt-Nienhagen-Medaille 2022 geht an Otto Marburger

Otto Marburger erhält Schmidt-Nienhagen-Medaille 2022

„Fühlt euch alle herzlich umarmt.“ Mit diesen Worten schloss Otto Marburger, der Preisträger der Schmidt-Nienhagen-Medaille die diesjährige Verleihung. Bezeichnend, denn so sprach das SPD-Urgestein in seiner Dankesrede nicht viel von sich selbst, sondern bedankte sich bei den Weggefährten, die ihn auf seinem bisherigen Lebensweg begleiteten. „Ich bin immer von den richtigen Menschen umgeben gewesen.“ Allein die rund 100 Gäste, die der Einladung zu der Verleihung folgten, zeigen: Der Preisträger hat in seinem Leben viele Menschen bewegt.

Die SPD-Kreistagsfraktion Siegen-Wittgenstein verlieh die Medaille als Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches Engagement in diesem Jahr zum 13. Mal. Otto Marburger ist seit mehreren Jahrzehnten nicht nur politisch in der SPD aktiv, sondern bekleidet auch diverse Ämter im Ehrenamt. Seit 1969 ist er Mitglied der SPD, war dort stellvertretender Vorsitzender des Unterbezirks Siegen-Wittgenstein, Ratsmitglied in Bad Berleburg und sachkundiger Bürger beim Kreis.

Ein echtes Vorbild

Dazu kommen ehrenamtliche Ämter als Presbyter in Schwarzenau, die Organisation des Literaturpflasters und die Arbeit als Vorsitzender der Kulturgemeinde Bad Berleburg, des Kulturrings Siegen und des Heimatvereins Wittgenstein.

Arno Wied übernahm die Ansprache für den Ortsverein. Seine Recherchen hatten so viele Ämter ergeben, in denen Otto Marburger aktiv ist oder war, dass sie nur schwer im Rahmen der Veranstaltung alle aufzuzählen waren. Michael Sittler, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, betonte in seiner Begrüßungsrede, dass Otto Marburger nicht nur die SPD vor Ort sondern auch die Stadt Bad Berleburg maßgeblich geprägt hat.

Luiza Licina-Bode, Bundestagsabgeordnete für den Kreis Siegen-Wittgenstein, lobte in ihrer Laudatio Otto Marburgers unerschütterliches Engagement: „Lieber Otto, du hast Berge versetzt.“ Er habe immer Verantwortung und Aufgaben übernommen, ohne dass man ihn fragen musste. Vor allem im sozialen und kulturellen Bereich habe er sich tatkräftig engagiert. „Du hast dich Dingen gewidmet, die nicht lebensnotwendig erscheinen, ohne die das Leben aber viel weniger schön ist“, so die Bundestagsabgeordnete. „Du bist ein echtes Vorbild.“

Grußworte per Videobotschaft

Zum wiederholten Mal gab es in diesem Jahr auch Grußworte von überregionalen SPD-Politikern per Videobotschaft. Unter anderem SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil, Generalsekretär Kevin Kühnert, Fraktionschef Rolf Mützenich, der Vorsitzende der NRW-SPD, Thomas Kutschaty, und der Landesvorsitzende der Jusos, Konstantin Achinger, gratulierten Otto Marburger zu seiner Auszeichnung. Achinger konnte eine persönliche Anekdote erzählen: Er habe von Marburger gelernt, wie Wahlkampf von Tür zu Tür funktioniert. „Ich erinnere mich an rote Ostereier, die wir auf dem Parkplatz vorm Supermarkt zusammen verteilt haben“, so der Vorsitzende der NRW-Jusos.

Das Onyx-Quartett der Philharmonie Südwestfalen begleitete die Veranstaltung musikalisch. Die vier Streicherinnen spielten auf Wunsch von Otto Marburger Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart, Anton Webern, Dimitri Schostakowitsch und Ludwig van Beethoven – eine Auswahl, die auch Marburgers Liebe zur Kultur widerspiegelt.