SPD-Kreistagsfraktion sieht beim Thema Wisente das Land in der Pflicht

Wisente auf Wiese.
Wisente Bild: Pixabay

Wie ist das Wisent-Projekt für die Region noch zu erhalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch die SPD-Kreistagsfraktion und will mit einer nun eingereichten Resolution für die Sitzung des Umweltausschusses am 1. Dezember und für den Kreistag am 16. Dezember die nötige Signalwirkung erzielen. „Die Zukunft der Wisente wird aktuell von allen Seiten sehr emotional diskutiert und das ist auch nachvollziehbar, denn viele Menschen verbinden etwas mit diesen außergewöhnlichen Tieren. Es ist aus unserer Sicht aber wichtig, dass die Diskussion auch den richtigen Adressaten erreicht“, sagt Julian Maletz, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Wisent-Wildnis und freilebende Wisente klar trennen

Für die Sozialdemokraten ist hier jetzt vor allem das Land NRW gefordert und daher richtet sich die Resolution auch an die Landesregierung. „Die Landesregierung muss die rechtlichen, inhaltlichen und finanziellen Rahmenbedingungen schaffen, um das Artenschutzprojekt zu sichern. Das Land soll zentrale und staatliche Verantwortung für das Projekt übernehmen“, erklärt Maletz. Der Fraktionschef verweist auch noch einmal auf das Gutachten der tierärztlichen Hochschule Hannover, das klare Kriterien für eine Weiterführung des Projektes vorgibt: „Anhand dieser Kriterien muss das Land einen Projektträger bestellen, der dem Projekt auch in seiner Vollumfänglichkeit gerecht werden kann.“

Klar voneinander zu trennen sind aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion die freilebende Wisent Herde und die Wisent-Wildnis.  „Das Schaugehege hat einen touristischen Mehrwert für die Region, den wir definitiv erhalten müssen. Zur Not auch ohne die Unterstützung des Landes“, so Julian Maletz.